«Wasserdicht» und «wahr in allen Teilen»: Mit diesen Worten umschrieb Anwalt Martin Wagner gegenüber der Regionaljournal noch am Mittwoch Artikel der Basler Zeitung (BaZ) über ein angebliches Skandalreisleins von Angestellten des Basler Bau- und Verkehrsdepartements.

Für den «BaZ»-Hausanwalt war daher klar: Es besteht kein Grund zu einer Richtigstellung. Genau das hatte das Departement und dessen Vorsteher Hans-Peter Wessels verlangt.

Sie wollten unter anderem richtigstellen lassen, dass die es sich bei der angeblichen Teilnehmerliste der Fachtagung, die die «BaZ» veröffentlichte, um die Anmeldeliste für das Weihnachtsessen des letzten Jahres handelte. Auch die Preise, die die «BaZ» für das Hotel angegeben hat, stimmen nicht. Das BVD konnte einen Spezialpreis aushandeln und zahlt rund die Hälfte des Preises, den die BaZ publiziert hatte.

Nun krebst die «BaZ» zurück, wie Online Reports meldet. In einem Kommentar zu einem Artikel auf dem Online-Portal schreibt Wagner: «Morgen erscheint die Gegendarstellung von Wessels an prominenter Stelle in der ‹Basler Zeitung›».

Wagner schreibt auch noch, dass die BaZ «zu keinem Zeitpunkt das Recht von Herrn Wessels auf Gegendarstellung missachtetet» habe. Wessels Textvorschläge seien vielmehr «zu lang» gewesen und hätten eine «unzulässige Medienschelte» enthalten.

Wieso er die Story noch am Mittwoch als «wahr in allen Teilen» und nicht gegendarstellungswürdig taxiert hatte, schreibt Wagner nicht. (rsn)