Faux-Pas

Beat Jans erntet mit seinen Vorwürfen an die Staatsanwaltschaft Kritik

SP-Nationalrat Beat Jans in der Sendung «Salon Bâle» auf TeleBasel.

SP-Nationalrat Beat Jans in der Sendung «Salon Bâle» auf TeleBasel.

SP-Nationalrat Beat Jans hat sich in der Sendung «Salon Bâle» von TeleBasel einen Faux-Pas geleistet. Mit seiner Kritik an der Informationspolitik der Staatsanwaltschaft verärgert er die Grünliberalen, die sich klar von Jans' Aussage wenden.

Der Basler SP-Nationalrat Beat Jans kritisiert die Staatsanwaltschaft. In der Diskussion, um das Polit-Thema Sicherheit eckt er mit seiner Aussage an: «Ich sehe das Problem in der Informationspolitik der Staatsanwaltschaft. Da sie beispielsweise nie erwähnten, dass es sich bei den vermehrten Vergewaltigungen vor allem um Prostituierte handelte.» Und er fügt an, dass es am Schluss Lösungen brauche und keine Betroffenheit.

Diese Worte äusserte Beat Jans in der Sendung «Salon Bâle» auf TeleBasel und erntet harsche Kritik von Seiten der Grünliberalen. Sie teilten gestern mit, dass sie sich dezidiert gegen Jans' Aussage wenden würden «welche missverstanden werden könnte, dass Prostituierte Opfer zweiter Klasse seien und damit das ­Sicherheitsbedürfnis der Bevölkerung relativiert werden soll».

Jans widerspricht dieser Anschuldigung: Er habe mit seiner Aussage genau das Gegenteil gemeint. «Die Staatsanwaltschaft soll ausführlicher und transparenter kommunizieren, damit sich die betroffene Berufsgruppe besser schützen kann», wird Jans in einem Bericht von 20 Minuten zitiert.

Die Staatsanwaltschaft selbst nimmt keine Stellung zu den Aussagen. «Wir stellen fest, dass Frauen vergewaltigt werden - welchen Beruf sie ausüben, spielt für uns keine Rolle», so Staatsanwaltschafts-Sprecher René Gsell gegenüber 20 Minuten. Wichtig sei es, die Opfer zu schützen.

Inzwischen hat sich die GLP via Medienmitteilung bei Beat Jans entschuldigt. «Wir kennen und schätzen Beat Jans als integren Politiker und Persönlichkeit. Inhaltlich halten wir jedoch daran fest, dass die Debatte in der Sicherheitspolitik aus dem Ruder läuft», heisst es dort. (zam)

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