Die IBA Basel 2020 ist keine Ausstellung im ursprüngliche Sinne, sondern ein Prozess der Stadtentwicklung. Das Instrument der Internationalen Bauausstellung ist in Deutschland seit über 100 Jahren bekannt, im trinationalen Raum Basel ist sie nicht nur eine Schweizer Premiere, sondern findet erstmals auch grenzübergreifend statt.

IBA-Prozess begann 2010

Am Samstag wird an verschiedenen Orten im Dreiland der Startschuss für eine zweimonatige Veranstaltungsserie gegeben, in deren Mittelpunkt in der Voltahalle die Präsentation von 32 Projekten steht. Sie sind von den ursprünglich 120 Ideen übrig geblieben, die den strengen, internationalen Qualifikationsprozess der IBA überstanden haben. Sie begann 2010.

Dazu gehören bereits umgesetzte Vorhaben wie der Kunstweg mit 24 Stopps zwischen Fondation Beyeler und Vitra oder die Rheinuferpromenade, aber auch nominierte und vornomminierte Projekte wie die Birspark Landschaft, der Regio Grüngürtel, der Rheinfelder Rheinuferweg oder das öV-Projekt «Am Zoll» auf der Grenze zwischen Lörrach und Riehen.

Die Vermittlungsformen sind hoch modern. So kann man einen virtuellen Flug über die trinationale Region machen oder sich anschauen, wie 3-Land, das Entwicklungsgebiet zwischen Huningue, Weil am Rhein und Kleinhüningen, in den Jahren 1905, jetzt und 2035 bebaut ist, war und sein wird. Es gibt etliche Filme zu sehen und mithilfe von Knöpfen kann man sich über das gewünschte Projekt informieren.

Zur feierlichen Einweihung in der Voltahalle um 15 Uhr gehört danach auch ein Kulturprogramm, unter anderem mit Imitator David Bröckelmann und Slam Poet Laurin Buser. Zwischen 13 und 19 Uhr verkehrt ein Schiff zwischen Huningue (Dreiländerbrücke), Weil (Rheinpark) und Basel (Klybeckquai und Voltahalle).

Die Ausstellung wird begleitet von einer Fülle von Veranstaltungen, Führungen, Talks und Diskussionen. Als Aussenstation ist die IBA auch auf dem Basler Marktplatz vertreten.

Ausstellung Voltahalle, Basel, Voltastr. 27, 21.9. bis 20.11.; Mi–Fr 12–19 Uhr, Sa/So 10–17 Uhr. www.iba-basel.net