Das Kantonslabor Basel-Stadt hat zusammen mit den Kantonslaboratorien Aargau und Zürich verschiedene Kosmetikprodukte für Kinder unter die Lupe genommen. Ein Drittel der erhobenen Proben musste dabei beanstandet werden. Diese stammten von Importeuren, Warenhäusern, Spielzeugläden oder Boutiquen. Bei den Produkten handelte es sich um Kosmetika, die durch ihre Verpackung bewusst Kinderfantasien anregen. Die Laboratorien stellten überhöhte Mengen an krebserregenden Stoffen, Konservierungsstoffen, mangelhafte Deklarationen von Inhaltsstoffen sowie unvollständige Warnhinweise fest. Die Hälfte der Produkte und mehr als 80% der getesteten Sets stammten aus chinesischer Produktion.

Leichte Verbesserung gegenüber 2011

Gegenüber den Tests von 2011 hat das Kantonslabor leichte Verbesserungen festgestellt. Vor Jahresfrist wurden noch 44% der Proben beanstandet und 10% mussten gar aus dem Verkehr gezogen werden. Die aktuelle Analyse ergab hingegen eine Beanstandungsquote von 36% und nur noch 6% der Proben mussten verboten werden.

Trotz der leichten Verbesserungen will das Kantonslabor auch nächstes Jahr Kinderkosmetika prüfen, denn diese hätten in den letzten Jahren oft den gesetzlichen Anforderungen nicht genügt. Es sei offensichtlich, dass bei «Produktion und Qualitätssicherung auf Kosten der Kinder gespart» werde. (sra)