Corona-Impfstoff
Beide Basel rüsten sich fürs Impfen

Ab Anfang Januar stehen in der Stadt und auf dem Land Impfzentren bereit. Sie öffnen, sobald der Impfstoff da ist.

Nora Bader, Hans-Martin Jermann
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Ab wann der Imptstoff in der Region Basel verfügbar sein wird, ist derweil noch unklar.

Ab wann der Imptstoff in der Region Basel verfügbar sein wird, ist derweil noch unklar.

KEYSTONE/GAETAN BALLY

Die Vorbereitungen fürs Impfen gegen Covid-19 laufen in beiden Basel auf Hochtouren. Gestern haben die Regierungen über ihre Strategien informiert. Man wolle spätestens ab Januar bereit sein und, sobald der Impfstoff da sei, handeln. Ziel der Impfung gegen Covid-19 seien der bestmögliche Schutz und Erhalt der Gesundheit der Bevölkerung sowie die Entlastung des Gesundheitswesens. Impfstoffe sind momentan in der Schweiz noch nicht zugelassen.

11,8 Millionen Franken für Basel-Stadt

In Basel soll in einem Impfzentrum geimpft werden. Dieses wird in Räumlichkeiten der Messe Basel eingerichtet. Das gewählte Vorgehen mit einem Impfzentrum sei vor allem der Komplexität des Impfstoffes und der Logistik geschuldet, aber auch als Entlastung für die Spitäler gedacht, sagt Projektleiterin und Kantonsapothekerin Esther Ammann. «Für den Betrieb des Impfzentrums und das Vornehmen der Impfungen haben wir einen Vertrag mit einem auf ambulante medizinische Grundversorgung spezialisierten Anbieter abgeschlossen, der Dienstleistungen für grosse Patientenvolumen erbringen kann.» Beauftragt wird die Basler Firma Meconex, die Gesamtverantwortung bleibt aber beim Kanton.

Die Reihenfolge der Impfungen sei abhängig von den dannzumal zugelassenen Impfstoffen. Die Impfungen werden nach Vorgaben der Zulassungsbehörde Swissmedic und nach den Empfehlungen der Eidgenössischen Kommission für Impffragen (Ekif) des Bundesamtes für Gesundheit erfolgen. Wer sich impfen lässt, muss dies zwei Mal innert 28 Tagen tun. Nur so kann die gewünschte Wirkung gewährleistet werden. Um sich impfen zu lassen, werden eine Onlineregistrierung und ein vorgängiger Termin nötig sein. Das Basler Gesundheitsdepartement geht davon aus, dass 2021 genügend Impfstoff an den Kanton geliefert werden kann und sich viele Impfwillige einfinden. Die Sicherheit stehe im Zentrum.

Die Basler Regierung geht von Bruttokosten von 11,8 Millionen Franken aus. Allfällige ­Kostenübernahmen oder Rückerstattungen durch Bund und/oder Krankenversicherungen befinden sich noch in Verhandlungen. Die Impfung ist für die Bevölkerung gratis. Im Impfzentrum Basel sollen pro Tag bis zu 1000 Personen geimpft werden können. Die Aufbauarbeiten starten in den kommenden Tagen und werden noch vor den Feiertagen abgeschlossen, sodass der Stadtkanton logistisch bereit ist, wenn der Impfstoff zugelassen wird.

Im Baselbiet gibt’s auch mobile Impfteams

In Baselland wird zu Beginn am Standort Feldreben in Muttenz sowie mit mobilen Teams geimpft. Die Regierung hat dazu den Kantonalen Krisenstab mit der Umsetzung beauftragt, wie er gestern mitteilte. Laut Krisenstab-Sprecher Roman Häring steht der Kanton ab Anfang Januar bereit für die Impfungen. Wann wie viele Impfdosen zur Verfügung stehen, sei noch unklar, sagt Häring. In einer ersten Phase sollen besonders gefährdete Personen geimpft werden. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) hat fünf Personengruppen definiert, die bei den Impfungen in der folgenden Reihenfolge Priorität haben: Besonders gefährdete Personen, also Menschen über 65 sowie Personen mit Vorerkrankungen, dann das Gesundheitspersonal mit Patientenkontakt sowie Betreuungspersonen von besonders gefährdeten Personen.

Dann folgen Haushaltsmitglieder von besonders gefährdeten Personen und Personen in Gemeinschaftseinrichtungen wie etwa Altersheimen mit erhöhtem Infektions- und Ausbruchsrisiko. Erst anschliessend können sich übrige Erwachsene zur Impfung anmelden, die nicht in den vier erwähnten Gruppen enthalten sind.