Besserung versprechen die neuen Mustervorschriften für die Energiepolitik der Kantone, die in den ersten Januartagen verabschiedet werden sollen, teilte der WWF am Montag mit. Kantone, die diese Mustervorschriften schnell und vollständig umsetzten, verbesserten sich im Kantonsvergleich deutlich, schreibt der WWF weiter.

Gemäss dem aktuellen kantonalen Rating stellen Thurgau und Schaffhausen am meisten Mittel für die Förderung von Energieeffizienz und erneuerbaren Energien bereit, wie es weiter heisst. In den beiden Basel und Genf seien die Rahmenbedingungen für die energetische Sanierung bestehender Gebäude am besten.

Allerdings erreichten in dieser zentralen Kategorie auch die besten Kantone kein Topresultat. Dazu bräuchte es laut WWF Vorgaben, die zusätzliche Gebäudesanierungen anstossen.

Als weitere Positivbeispiele gelten der Kanton Genf, wo nach Dachsanierungen Solarwärme genutzt werden muss. Bern und Neuenburg seien vorbildlich beim Ersatz von stromfressenden Elektroheizungen. In Neuenburg und Freiburg wüssten Hauskäufer am besten Bescheid über den Energieverbrauch und den Sanierungsbedarf der Gebäude.

Laut WWF sind die Gebäudeheizungen die grössten Energieverbraucher in der Schweiz. Die kantonalen Vorschriften zum Sanieren und zum Heizen seien darum entscheidend, wenn die Schweiz vom Erdöl und -gas wegkommen und die Energiewende schaffen wolle. Auch Förderinstrumente für Gebäudesanierungen und erneuerbare Energien seien dafür wichtig und sehr unterschiedlich ausgebaut, wie das Rating von Ernst Basler und Partner im Auftrag des WWF weiter zeige.