Unfälle vermeiden
Beinahe-Kollision am Euro-Airport: Bund leitet Untersuchung ein

Am 15. November 2017 kam es am Euro-Airport beinahe zu einer Kollision zwischen zwei Privatflugzeugen. Ob der Fehler bei einem der Piloten oder beim Fluglotsen liegt, müsse laut dem Sprecher des Bundesamts für Zivilluftfahrt erst erörtert werden.

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Am Euro-Airport kam es am 15. November 2017 zu einer Beinahe-Kollision.

Am Euro-Airport kam es am 15. November 2017 zu einer Beinahe-Kollision.

Roland Schmid

Fliegen war noch nie so sicher wie im 2017. Die Unfälle mit Zivilflugzeugen lassen sich an zwei Händen abzählen, wie die bz gestern berichtete. Dennoch treten an den Schweizer Flughäfen immer wieder Beinahe-Kollisionen auf, jüngst geschehen am Euro-Airport: Am 15. November 2017 kamen sich zwei Privatflugzeuge im Endanflug auf die Piste 15 «gefährlich nahe», wie es in einem Vorbericht der Schweizerischen Sicherheitsuntersuchungsstelle (SUST) steht.

Bei der einen Maschine handelte es sich um eine Diamond Aircraft DA 42, einem zweimotorigen Viersitzer in Besitz des Robin Club in Liestal, aus Augsburg kommend, und bei der anderen um eine Piper Aircraft PA 28, einen einmotorigen Viersitzer der Basler Flugschule, gestartet in Bressaucourt. Wie es zur Fast-Kollision – im Fachjargon «Airprox» genannt – in Basel kommen konnte, ist noch nicht klar: «Ob der Fehler bei einem der Piloten oder beim Fluglotsen am Euro-Airport liegt, muss erst erörtert werden», sagt Urs Holdegger, Sprecher des Bundesamts für Zivilluftfahrt, auf Anfrage der bz.

Unfälle vermeiden

Das Ergebnis der Untersuchung des Bundes kann frühestens in einem halben, spätestens in einem Jahr erwartet werden. Das sei die normale Zeitspanne einer solchen Untersuchung, «es sei denn, es handelte sich beim vorliegenden Ereignis um eine extrem gefährliche Situation. Und das war hier nicht der Fall», so Holderegger weiter.

Die Untersuchung der SUST gehört zum Standardvorgehen und hat zum Ziel, künftige Gefahrensituationen und Unfälle zu vermeiden. Bussen können nicht ausgesprochen werden. Sollten die Spezialisten der SUST zum Schluss kommen, dass ein Fluglotsenfehler vorliegt, wird sich die französische Zivilluftfahrtbehörde damit befassen müssen. Die Flugsicherung am Euro-Airport ist ihr unterstellt. (RAK)