FC Basel
Beni Huggel: «S Beschte isch, ich blib bi däm Verein»

Um Punkt 1.10 Uhr betrat die Meister-Mannschaft des FCB den Balkon des Stadtcasinos. Der Barfüsserplatz war ordentlich gefüllt, vor lauter Rauch und Pyros war kaum etwas zu sehen. Benjamin Huggel gab sich ein letztes Mal als Entertainer.

Fabio Halbeisen
Merken
Drucken
Teilen
Der Barfi im Pyro-Meer
11 Bilder
Die Mannschaft präsentiert sich den Fans
«We are the champions» - Feuerwerk zur Melodie
Ein Mittwochabend - Und trotzdem war der Barfi rappelvoll
Der Barfi brannte.
So lässt sich der FCB von seinen Fans feiern
Zuvor verabschiedete er sich im Stadion von den Fans.
Weit geht er nicht - er bleibt dem FCB als Juniorentrainer erhalten.
Die Muttenzerkurve bedankte sich beim Team in gewohnter Manier: Mit einer eindrücklichen Choreo...
...und einem fulminanten Schlusspunkt.
Das Team freuts.

Der Barfi im Pyro-Meer

Fabio Halbeisen

«S Beschte isch, ich blib bi dem Verein.» Beni Huggels letzte Worte auf dem Casino-Balkon konnten treffender nicht sein. Sie zeugten von einer Verbundenheit einer ganzen Region und ihrem Verein.

Benjamin Huggel ist Basel. Seine Profikarriere beim besten Schweizer Verein endete zwar in diesem Moment, doch bekanntlich bleibt der Münchensteiner dem FC Basel als Assistenztrainer der U21 erhalten.

Zuvor wurde die FCB-Ikone minutenlang von den Fans auf dem Barfüsserplatz gefeiert. Sein Kumpel Marco Streller, dem der Abschied von Huggel besonders ans Herz ging, leitete die Sprechchöre ein: «Beni Huggel, Beni Huggel, Beni Huggel.»

Zum Schluss stand der Spieler mit der Nummer 8 alleine auf dem Balkon und fand die richtigen Worte nicht. Er wusste kaum, was er in diesem Moment sagen sollte. Schliesslich fand er, der sich Minuten zuvor, während der Feier, wie gewohnt wortgewannt präsentierte, doch noch die richtigen Parolen für die Fans.

Wenige Minuten bevor Huggel alleine vor der rotblauen Menge stand, sagte sein Freund Marco Streller: «Next Joor chunnt dr Beni wieder, das garantier ich euch.» Ein Versprechen an die Fans, welches nicht nur so daher gesagt war.

Die offizielle Meisterfeier wird kaum als jene in Erinnerung bleiben, an welcher die beste Stimmung herrschte. Durch die vielen Feierlichkeiten zuvor fehlte es den Spielern gewiss etwas an Feierlaune. Auch die Anzahl der Besucher auf dem Barfüsserplatz wird wohl die Rekorde aus dem Jahre 2002 nicht brechen können.

Eines jedoch ist sicher: Die Meisterfeier 2012 war mit Sicherheit eine der emotionalsten. Die Art und Weise, wie die FCB-Legenden Benjamin Huggel und Scott Chipperfield verabschiedet wurden, zeugte von einer Hingabe zu einem Fussballclub, wie sie in der Schweiz einzigartig und unerreichbar ist. Zum dritten Mal innert weniger Wochen verwandelte sich der Barfi zu einem der schönsten Dinge, die Basel zu bieten hat.