FCB
Bestätigt der FCB gegen Videoton den Aufwärtstrend?

Der FC Basel spielt heute Abend (21.05 Uhr; St. Jakob-Park) gegen Videoton. Trainer Yakin sieht seine Mannschaft auf dem richtigen Weg. Verbesserungspotential erkennt er besonders bei den Standardsituationen.

Georges Küng
Merken
Drucken
Teilen
Stolpern verboten: Basels Valentin Stocker (2.v.l) und Co. sind im Rückspiel gegen Videoton gefordert.

Stolpern verboten: Basels Valentin Stocker (2.v.l) und Co. sind im Rückspiel gegen Videoton gefordert.

Keystone

«Wir stehen vor einem grossen, wichtigen und auch wegweisenden Match.» Basel-Trainer Murat Yakin gab an der gestrigen Medienkonferenz der heutigen Europa-League-Partie viel Gewicht. Im Wissen, dass trotzdem nur gegen 14000 Zuschauer diesem Duell gegen Videoton beiwohnen werden.

Ein Blick auf die momentane Tabelle der Gruppe G zeigt, dass Rotblau nicht viele Rechenkünste anstellen muss. Um einen der beiden ersten Ränge zu belegen, muss der FCB punkten. «Wir wollen dominant und angriffig auftreten. Wir wollen den Ball laufen lassen. Und den Gegner, der im Vergleich zum Hinspiel kaum etwas an seiner Strategie und Taktik ändern wird, zum Bewegen bringen. Aber wir müssen zugleich Geduld haben und ihre Gegenstösse bereits im Anfangsstadium unterbinden», sagte Yakin.

Aufwärtstrend bestätigen

Einem Sprichwort zufolge bringt Geduld Rosen. Es ist nicht anzunehmen, dass Yakin und sein Personal nach dem Abpfiff einen Blumenstrauss wollen. Vielmehr will das rotblaue Ensemble mit einem Sieg den Aufwärtstrend aus den letzten Partien bestätigen. «Ich darf guten Gewissens behaupten, dass in jeder Partie, seitdem ich Cheftrainer in Basel bin, eine klare Leistungssteigerung stattgefunden hat. Vor allem das Spiel ohne den Ball war in Zürich und beim Sieg gegen die Young Boys gut. Noch nicht gänzlich zufrieden bin ich, wie wir bei Ballbesitz spielen», erklärte der neue Cheftrainer.

Wer die Partie in Ungarn sah, glaubt fast nicht, dass eine derart inferiore, spielerisch äusserst rudimentäre Equipe wie Videoton siegen konnte. In den Archiven der Uefa findet sich jedenfalls kein Match, wo eine Mannschaft mit einem Ballbesitz von 76 Prozent als Verlierer vom Platz gehen musste. Der FCB hat es vor 14 Tagen, im zweiten Match unter «Muri», geschafft.

Verbessern bei Standards

Den Schlüssel zum Erfolg sieht Trainer Yakin «bei der besseren Ausführung der Standards. In Ungarn kamen wir zu zehn Eckbällen und vielen Freistössen rund um den Strafraum. Da muss einfach etwas Zählbares herausschauen», fordert Yakin. Und selbstverständlich wünscht sich der Baselbieter, dass «wir in Führung gehen können. Das erleichtert die Aufgabe ungemein. Gerade gegen einen Rivalen, der so tief steht und im Zentrum sehr kompakt verteidigt.»

Tatsächlich gewann Basel unter Yakin beide Spiele, in denen Rotblau in Führung gehen konnte. In Luzern und im Auswärtsspiel bei Videoton war es der Gegner, der das erste Tor schoss – und triumphierte. Nur bei einer Niederlage gegen Videoton und einem gleichzeitigen Erfolg von Genk in Lissabon gegen Sporting wäre der FC Basel definitiv ausgeschieden. An dieses Szenario denkt aber niemand. «Wir wollen drei Punkte holen. Dann sieht die Tabelle schon ein wenig besser aus», lächelte Murat Yakin.