Einkaufszentrum
Besuchern gefällt vor allem das Design der neuen Markthalle

Die neue Markthalle ist seit dem Wochenende geöffnet. Am ersten Tag herrschte ein grosser Besucherstrom. Nicht nur die Läden sondern auch das Design beeindruckte die ersten Passanten, die sich im Shoppingcenter umsehen konnten.

Nadine Böni
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Neueröffnunge der Markhalle in Basel
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Neueröffnung der Markthalle in Basel
Viel Volk an der Neueröffnung der Markthalle in Basel
Vor der Markthalle
Die neue Markthalle zog viele Leute an
Neueröffnung der Markthalle in Basel

Neueröffnunge der Markhalle in Basel

Juri Junkov

Zwei verirrte Tauben kreisen im weiten Rund der neuen Markthalle. Unter ihnen geniessen die ersten Besucher ihr Frühstück. Gipfeli, Zopf mit Konfitüre, Orangensaft, Kaffee und heisse Schoggi. Eine viel beeindruckendere Kulisse für ein Frühstück gibt es wohl nicht.

27 Meter hoch ist der Kuppelbau, der Durchmesser beträgt 60 Meter – die Markthalle ist der drittgrösste Massivkuppelbau der Welt. Die Stimmung an der Eröffnung ist kurz nach Türöffnung ein wenig verschlafen. Die neue Markthalle und die Besucher gehen den Sonntag gemütlich an.

Einige der Läden werden noch einmal auf Vordermann gebracht. Staubsauger und Wischlappen beseitigen die Spuren vom Vortag. Auf der Bühne stimmen Nubya und ihre Band langsame und sanfte Töne an.

Kinder auf dem Surfbrett

Je näher aber der Mittag kommt, desto mehr Leben zieht in die Markthalle. Immer mehr Besucher strömen in das weite Rund. Vor dem Glücksrad bildet sich bald eine Schlange. Auch andere Attraktionen ziehen an der Eröffnung die Besucher an. Sie schlendern an den verschiedenen Läden vorbei, lassen sich vom Künstler Ballone knoten oder präsentieren sich als Modell für den Karikaturisten.

Ein Highlight steht im hinteren Teil: der Surfbrett-Simulator. Grosse und kleine Kinder testen darauf ihr Koordinations-Vermögen. Besonders lang hält sich die sechsjährige Ivy auf dem schaukelnden und ruckelnden Brett. «Wenn es ganz schnell wird, ist es ziemlich schwierig», gibt sie danach fachmännisch Auskunft und lächelt stolz. Noch stolzer scheint der Papa zu sein: «Du hast das wirklich super gemacht.»

Lob, aber auch leichte Skepsis

Was sie in der Markthalle zu sehen bekommen, gefällt den meisten Besuchern. Aber ist es die Neugier, die sie hierher gebracht hat oder planen sie, später auch hier einzukaufen? «Ob die Läden laufen werden, weiss ich nicht. Für mich sieht einfach alles sehr teuer aus», sagt Monika Goldiger aus Münchenstein nach dem ersten Augenschein skeptisch.

Roman Scheidegger aus Basel sieht das ganz ähnlich. Die Räumlichkeiten seien toll. «Ich sehe die Markthalle aber eher als Veranstaltungsort. Dass es in der Stadt den Bedarf für eine weitere Einkaufsmöglichkeit gibt, glaube ich eher nicht.» Dennoch hofft Scheidegger: «Vielleicht erreicht die Markthalle aber auch ihr Ziel und schafft eine Aufwertung zwischen Bahnhof und Innenstadt.»

Die Architektur als Trumpf

Zumindest scheinen einige Voraussetzungen dafür gegeben. So ist die Markthalle nicht allein vom Shopping abhängig. Im nahen Turm entstanden Wohnungen und Büroräumlichkeiten. Zudem sind bereits Events geplant, die Leben in die Markthalle bringen sollen.

Geht es nach den Besuchern der Eröffnung, ist der grösste Trumpf, den die Markthalle hat, aber ein anderer: «Vor allem die Architektur gefällt mir sehr. Es ist schon beeindruckend, wenn man die Halle betritt, und sich über einem dieser riesige Bogen auftut», sagt Monika Goldiger.

Ihr Mann Georges pflichtet ihr bei: «Ich finde es wichtig, dass uns so ein Bauwerk erhalten bleibt.» Besucher seien der Markthalle zu wünschen. Nicht, dass die Tauben bald die Einzigen sind, die sich in die Markthalle verirren.