«Wir bekommen wöchentlich so zwei bis drei Anzeigen, und dies seit ein paar Monaten», sagt Markus Melzl, Kiminalkommissär bei der Staatsanwaltschaft Basel-Stadt. Die Kriminalpolizei weiss über das Vorgehen der Täter Bescheid: Die Betrüger verschaffen sich jeweils Zugang zum E-Mail-Account und kommen so zu persönlichen Kontakten.

Die Täter schreiben mehrere dieser Kontakte im Namen des Kontoinhabers an und geben vor, in einer Notlage zu stecken. Sie würden dringend Geld benötigen. Laut Kriminalpolizei sollte in der Regel Geld ins Ausland überwiesen werden, da man auf irgendeiner Reise bestohlen wurde.

Zwischen 700 und 2'000 Franken bezahlt

Viele Angeschriebene haben gewisse Ungereimtheiten realisiert. Sie haben sich mit dem Inhaber des E-Mail-Kontos in Verbindung gesetzt und sind hinter die Betrugsmasche gekommen. «In der Regel bezahlen die Leute nicht, da sie den Betrugstrick durchschauen», weiss Kriminalkommissär Melzl.

Jedoch hätten einige gedacht, dass der ihnen angeblich bekannte E-Mail-Verfasser wirklich in Schwierigkeiten steckte. Bis heute haben etwa fünf Personen eine Zahlung zwischen 700 und 2'000 Franken geleistet. (ldu)