Pharmaindustrie

Betrugsverfahren: Novartis zahlt 150 Millionen Dollar

Novartis willigt in 150-Millionen-Vergleich ein

Novartis willigt in 150-Millionen-Vergleich ein

Nach einer jahrelangen Auseinandersetzung wegen Betrugsvorwürfen hat sich Novartis mit den USA auf einen 150-Millionen-Dollar-Vergleich geeinigt. Damit wendet der Basler Pharmakonzern ein drohendes Strafverfahren gegen seine Tochterfirma Sandoz.

Novartis hat den Vergleich beretis am letzten Montag abgeschlossen, wie Sprecherin Isabel Guerra  Recherchen der Zeitung «Der Sonntag» bestätigt. Sandoz war beschuldigt worden, die staatliche Krankenversicherung Medicaid mit überhöhten Preisen um Millionen betrogen zu haben. G

emäss dem nun abgeschlossenen Vergleich zahlt Novartis der US-Bundesregierung 86,5 Millionen Dollar. Kalifornien erhält 40 Millionen Dollar, Florida 15,2 Millionen Dollar und der Apothekenfirma Ven-a-Care 8,3 Millionen Dollar. Für die insgesamt 150 Millionen Dollar hatte Novartis im zweiten Quartal eine Rückstellung vorgenommen. Die Unterschrift unter den Vergleich sei kein Schuldeingeständnis, sagt Novartis-Sprecherin Isabel Guerra.

«Sandoz hat dem Vergleich zugestimmt, um weitere Kosten, Unannehmlichkeiten und Unsicherheiten eines langwierigen Gerichtsverfahrens zu vermeiden.» Für Novartis ist es nicht die erste Zahlung wegen mutmasslichen Betrugs an Medicaid. So verknurrte ein Gericht im US-Bundesstaat Mississippi den Konzern im Oktober zu einer Zahlung von 26 Millionen Dollar. Im September einigte sich Sandoz mit Texas auf eine Vergleichszahlung von 66 Millionen Dollar. Im Februar erhielt North Carolina von Novartis 6 Millionen Dollar. Und in Alabama wurde das Unternehmen im Jahr 2009 zu einer Busse von 78 Millionen Dollar verurteilt.

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