Songs wie «Ma Chérie» und «St. Tropez» haben den Baselbieter DJ Antoine in den DJ-Olymp katapultiert. Seit vergangenem November steht allerdings der Verdacht im Raum, dass DJ Antoine sich seinen Erfolg erschummelt haben könnte.

Nun kann er allerdings aufatmen – vorerst. Die Baselbieter Staatsanwaltschaft hat festgestellt, dass es zu einer Fehleinschätzung gekommen ist und wichtige Abklärungen nicht vorgenommen worden sind. Zudem könne am Betrugsvorwurf nicht festgehalten werden. Mediensprecher der Staatsanwaltschaft, Michael Lutz, meinte dazu: «Es ist bei uns nicht ganz nach Plan gelaufen.»

Busse von 5000 Franken

Die Baselbieter Staatsanwaltschaft hat daher beim zuständigen Strafgericht einen Antrag für die Rücküberweisung des Falls gestellt. Somit kommt es zu einer neuen Überarbeitung, und das Verfahren kann anschliessend neu verhandelt werden. Der Verdacht, wonach DJ Antoines Hits nicht nur aus seiner Feder stammen, steht schon länger im Raum.

Das zukünftige Jury-Mitglied von «Deutschland sucht den Superstar» wurde im vergangenen Winter von der Staatsanwaltschaft zu einer Geldstrafe verdonnert. Darüber berichtete sogar die deutsche Boulevardzeitung «Bild». Per Strafbefehl wurde er zu 50 Tagessätzen à 1850 Franken und einer Busse von 5000 Franken bedingt vollziehbar verurteilt, wogegen er Einspruch erhob. Der in Sissach geborene Musiker mit dem bürgerlichen Namen Antoine Konrad war wegen versuchten Betrugs und mehrfacher Urkundenfälschung verurteilt worden.

Der konkrete Vorwurf: Der Baselbieter Weltstar soll bei der Werkdatenbank Suisa jahrelang falsche Angaben gemacht haben und fremde Songs als seine eigenen angegeben haben. Da der Musiker Einspruch gegen das Gerichtsverfahren erhoben hatte, ist der Strafbefehl bis heute nicht rechtskräftig. Somit gilt für DJ Antoine die Unschuldsvermutung.

Sein Anwalt Marc Buettler meinte nun gegenüber der «Bild»-Zeitung: «Es handelt sich um ein laufendes Verfahren.» DJ Antoine selbst war von der bz für eine Stellungnahme nicht erreichbar.