Bildband
Neues Buch zum Basler Münster: Bilder aus einer anderen Zeit

Der Künstler Stephan Jon Tramèr hat die Fertigstellung des Martinsturms des Basler Münsters zu einem Bildband verarbeitet.

Maximilian Karl Fankhauser
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In seinem Bildband «Die Kreuzblume» illustriert der Basler Künstler Stephan Jon Tramèr den Martinsturmbau am Münster 1496.

In seinem Bildband «Die Kreuzblume» illustriert der Basler Künstler Stephan Jon Tramèr den Martinsturmbau am Münster 1496.

Il-Verlag

Mysteriös sei es gewesen. «Ich befand mich in einer persönlichen Krise und war auf der Suche nach einer wirklich grossen Aufgabe. Es war eine blitzartige Intuition.» So erzählt der Basler Künstler Stephan Jon Tramèr von der Entstehung der Idee, einen bebilderten Erzählband über die Fertigstellung des Martinsturmes zu kreieren.

«Die Kreuzblume», so heisst der Band, handelt vom jungen Steinmetz Till Seipardt, der sich im Frühjahr 1496 nach der Gesellenausbildung in Strassburg auf den Weg nach Basel macht. Seit 1488 ist Werkmeister Hans Nussdorf daran, seinen Entwurf des Südturms umzusetzen. Till sollte diesen dabei unterstützen und wird zur Verstärkung der Steinmetztruppe engagiert. Die Geschichte nimmt ihren Lauf, als Till auf Nussdorfs Schwiegersohn in spe, Werner, trifft. Tills ausserordentliche Fähigkeiten ziehen den Neid Werners, der als Stellvertreter des Werkmeisters fungiert, auf sich und der lässt sich zu einer Tat hinreissen. Die Tat, unter Steinmetzen als verwerflich angesehen, lässt Nussdorf keine Wahl, eine unkonventionelle Entscheidung zu treffen. Die Entscheidung greift so weit, dass sie das Erscheinungsbild des Kirchenbaus nachhaltig prägt.

Für Tramèr ist wichtig, dass es sich hierbei um keine Basler Geschichte handelt. «Sie hätte sich gerade so gut im Umfeld einer anderen Kathedrale ereignen können.»

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