Gastronomie

Bis auf weiteres geschlossen: Schon wieder kommt es zu Wirtewechsel im Ackermannshof

Im Ackermannshof kehrt keine Ruhe ein.

Im Ackermannshof kehrt keine Ruhe ein.

Bei der «Hugo Brasserie» im St. Johann kommt es zum Wirtewechsel. Vor nicht mal einem Jahr, im April 2017, hat Wirt Hugo Buser erst die Türen zu seinem Lokal geöffnet.

Der Ackermannshof, dieses historische Gebäude-Ensemble an der St. Johanns-Vorstadt 19, scheint unter keinem guten Stern zu stehen. Zumindest, was die Gastronomie anbelangt. Nachdem Ende November 2016 das indische Restaurant «Jay’s» schliessen musste, sieht es nun auch unter dem neuen Wirt Hugo Buser nach keinem schönen Ausgang aus.

Vor nicht mal einem Jahr, im April 2017, hat Buser die Türen zu seiner «Brasserie Hugo» geöffnet, die mit regional-saisonalen Gerichten auf hohem Niveau lockte und die Gourmets überzeugte. Man traute dem Gastronomen und begnadeten Koch in diesem Quartier, dass sich mehr und mehr zum Trendspot entwickelt, Einiges zu, führte er doch jahrelang das «Veronica» im Rhybadhiisli Breite – wenn auch gegen Ende seiner dortigen Aktivität mit mässigem Erfolg.

Die Gründe sind unklar

Nun hängt seit wenigen Tagen ein Schild an der Pforte zur Brasserie. «Wegen ausserordentlicher Betriebsferien geschlossen», just während der Uhren- und Schmuckmesse Baselworld, an deren Besuchern, Ausstellern und Händlern sich die Wirte in der Stadt und Umgebung eine goldene Nase verdienen können. Die bz erreichte Buser via Mail, in dem er kurz und knapp erklärt, dass er die Brasserie nicht weiterführen werde. «Es wird zu einem Wechsel kommen, und wenn die Lösung da ist, entsprechend kommuniziert».

Offen ist, ob die Brasserie unter demselben Namen weitergeführt wird, ob die rund fünf Angestellten ihren Job behalten oder ein neues Konzept Einzug halten wird. Zu den Gründen seines Rückzugs äusserte sich Buser nicht.

Schwarze Zahlen im «Beisl»

Auch ennet des Rheins, am Kleinbasler Erasmusplatz, machten Schliessungsgerüchte die Runde. Gastroszenis raunten sich in den vergangenen Tagen zu, dass das «Wiener Beisl», erst im August 2017 eröffnet, bereits wieder am Ende sei. «So ein Schmarrn», sagt dazu Wirt Uli Künzer kurz vor dem Mittagsservice.

Das Gegenteil sei der Fall: Er schreibe bereits schwarze Zahlen, «mein Steuerberater hat mir gesagt, dass er das in 20 Jahren nie erlebt habe», freut er sich. Dass solche Gerüchte die Runde machten, überrascht Künzer aber nicht: «Ich hatte es von Anfang an schwer. Personal- und Hygienekontrollen standen fast schon auf der Tagesordnung. Aber ich lasse mich nicht unterkriegen, das Beisl läuft gut.» Neider, so Künzer weiter, müsse man sich halt erst erarbeiten. Er interpretiere die Gerüchte deshalb als Kompliment.

Autorin

Rahel Koerfgen

Rahel  Koerfgen

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