Der Basler Bischof Felix Gmür hat Wort gehalten. Im Januar hatte die bz bekannt gemacht, welche sexuellen Handlungen mit Jugendlichen ein Kandidat für das Pfarramt in Riehen begangen hatte. Nachdem der Mann seine Kandidatur zurückgezogen hatte, kündigte Gmür weitergehende präventive Massnahmen gegen sexuelle Übergriffe an.

Im Anschluss an die vatikanische Konferenz zum Schutz von Minderjährigen präsentieren die Bistümer Basel und St. Gallen nun in einer gemeinsamen Mitteilung die geplante Weiterentwicklung und Anpassungen von Präventionsmassnahmen. Nach der Konferenz in Rom sei der Eindruck entstanden, «die Kirche rede viel, bleibe aber unverbindlich». Dem wollen die Bistümer entgegenwirken. Zu den Massnahmen zählen etwa Kurse im Umgang mit Nähe und Distanz für Seelsorger und Studierende, das Vorlegen von Strafregisterauszügen oder die Bildung von Fachgremien.

Die Bemühungen zeigten durchaus Erfolg: Nur sieben in der Schweiz bis 2017 gemeldete Fälle beträfen die Zeit von 1991 bis 2017, alle anderen Fälle seien älter. Ziel bleibe aber «0 Fälle».