Basel
Bitte nicht füttern! Kampagne soll Taubenplage eindämmen

Basel-Stadt hat nach wie vor ein Problem mit Taubenfütterern. Unbelehrbare sorgen so dafür, dass die Population zu gross ist. Nun startet der Kanton eine neue Aktion.

Nicolas Drechsler
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Tauben picken auf dem Barfi nach Brotkrümeln

Tauben picken auf dem Barfi nach Brotkrümeln

Nicole Nars-Zimmer

Das Überangebot an Futter, das vor allem im Kleinbasel und im Gundeldingerquartier besteht, sei nicht nur auf Taubenfütterer zurückzuführen, die übrigens oft aus anderen Kulturkreisen stammen würden. Sondern auch darauf, dass mehr im Freien gegessen wird, was zu mehr Speiseresten auf den Strassen und Plätzen führt. 2016 soll nun eine Aufklärungsaktion stattfinden, welche die unkontrollierte Fütterung der Tauben ins Visier nimmt. «Wir wollen einem kleinen und gesunden Taubenbestand eine friedliche Koexistenz mit dem Menschen ermöglichen», fasste Regierungsrat Lukas Engelberger an einer Medienkonferenz das Ziel zusammen. Übermässiges Taubenfüttern sei falsche Tierliebe, die dem Tier mehr schade als nütze.

Mit Plakaten, Flyern und einer ausführlichen Broschüre über das Leben der Strassentaube soll der Bevölkerung wieder in Erinnerung gerufen werden, dass ein zu grosses Nahrungsangebot für die Tauben und Menschen problematisch ist. Mit Informationen in mehreren Sprachen sollen insbesondere auch nicht Deutsch sprechende Bevölkerungsgruppen erreicht werden.