Basel goes Black

Black-Friday-Sales locken Kunden eher ins Internet als in die Läden

In Basel werben viele Geschäfte für den Ausverkauf am Black Friday.

In Basel werben viele Geschäfte für den Ausverkauf am Black Friday.

Die amerikanische Tradition des Black Friday schwappt auch in die Schweiz über. In Basel hält sich der Ansturm auf die Geschäfte der Innenstadt aber in Grenzen.

Die Plakate prangen schon seit Tagen an den Wänden und in den Schaufenstern der Innenstadt. Sie sind schwarz, gross, auffällig und überall. Jeder soll sie sehen. Schliesslich verkünden sie den Deal des Jahres: 20, 30 oder sogar 50 Prozent Rabatt auf Produkte aller Art versprechen sie den Passanten und Passantinnen. Denn es ist Black Friday.

Kunden anlocken

Die Tradition des amerikanischen Shoppingtags des Jahres ist mittlerweile auch in Basel angekommen. Während im 2015 nur Manor sich an einer Black-Friday-Aktion beteiligte, so ist es dieses Jahr die halbe Innenstadt. Zahlreiche Geschäfte werben mit Sale-Angeboten, die exklusiv am Black Friday gültig sind. Zudem versuchen sie Kunden mit weiteren Aktionen in die Läden zu locken.

So schmückt C&A seine Tore mit schwarzen und goldenen Ballonen. Der Kleider- und Modeladen Zebra verteilt Werber mit Schildern in den Händen in der ganzen Stadt, die auf den Rabatt aufmerksam machen. Inter Discount zeigt den Kunden auf grossen Plakaten ihrer Schnäppchenstücke auf. Das Schaufenster der Kleiderboutique Metro ist mit A4-Blättern vollgekleistert, darauf immer dieselbe Nachricht: Heute Black-Friday-Sale.

C&A schmückt den Laden anlässlich des Black Friday.

C&A schmückt den Laden anlässlich des Black Friday.

Trotz der zahlreichen Aktionen, sind die Geschäfte dennoch verhältnismässig leer am Freitagmorgen. Denn anders als in den USA ist in Basel der Black Friday eben nur ein gewöhnlicher Freitag und kein freier Tag.

Trotz Black Friday: Wenig Betrieb in den Basler Läden

Trotz Black Friday: Wenig Betrieb in den Basler Läden

Manor profitiert

Einzig bei Vorreiter Manor registriert man deutlich mehr Kunden. Dies bestätigt auch Mediensprecherin Ella Steinbrecher: «Der Black-Friday-Sale bei Manor ist gut angelaufen, es herrscht eine tolle Stimmung.» Bei der Filiale am Claraplatz bildete sich gar eine Schlange von Menschen, die um 7 Uhr morgens vor den Toren des Manors auf dessen Eröffnung warteten.

Dasselbe Bild auch drinnen: Schlangen und Wartezeiten an den Kassen. Tatsächlich schaffte es Manor im letzten Jahr am Black Friday drei Mal so viel Umsatz zu erzielen, wie an einem gewöhnlichen Freitag, gibt Steinbrecher Auskunft. Diese Zahl soll dieses Jahr sogar noch übertroffen werden. «Wir sind auf gutem Weg dazu.»

Massiv boomt auch der Online-Black-Friday-Sale. Bereits Freitagmittag liegt der durchschnittliche Einkaufswert mit 166 Franken bereits 60 Prozent über dem Normalwert, wie der Anbieter Cuponation mitteilt. Zuoberst im Trend liegen Elektronikgeräte und Mobiltelefone, sowie Kleider und Accessoires, wie Sprecher Arjan Vlaskamp gegenüber der Nachrichtenagentur sda mitteilt.

Im Digitec- und Galaxus-Onlineshop waren die ersten Produkte bereits in der Nacht auf Freitag ausverkauft, so gross war die Nachfrage. «Bis anhin verzeichneten wir den grössten Ansturm um Mitternacht», bestätigt auch Mediensprecherin Stefanie Hynek.

Die zahlreichen Zugriffe führten sogar zu einer Serverüberlastung. Die Seite war eine halbe Stunde offline. «Wir haben natürlich sofort reagiert und seither laufen die Seiten störungsfrei», sagt Hynek.

Meistgesehen

Artboard 1