Einen Tausch haben der Verleger Pietro Supino und Unternehmer Christoph Blocher vereinbart. Ersterer erhält mit der «Basler Zeitung» eine Tageszeitung, der andere eine Reihe von Anzeigenblättern. Es ist jedoch ein ungleicher Tausch. Selbst wenn die Anzeigenblätter eine höhere Auflage haben und bessere Zahlen schreiben als die Tageszeitung, publizistisch sind sie unbedeutend – und werden es auch unter einer SVP-Ägide bleiben.

Der Tausch hilft nur darüber hinwegzutäuschen, dass Blocher als Verleger eine Niederlage eingefahren hat. Er erreichte mit der «Basler Zeitung» nicht, was er erreichen wollte. In der Region konnte sie zwar Zwietracht sähen, aber keine politischen Erfolge erringen. Überregional blieb sie so unbedeutend wie zuvor, ausser dass sie in der Wandelhalle des Parlaments eine etwas bessere Beachtung gefunden hat. Dass sie in Deutschland als Leseempfehlung der AfD gilt, ist eine Ehre, die selbst Blocher nicht stolz machen sollte.

Die Einsicht, gescheitert zu sein, ist etwas viel verlangt von einem Christoph Blocher, der das Scheitern stets bei den anderen sieht. Immerhin hat er aber die Einsicht, sich mit der «Basler Zeitung» den falschen Titel für sein politisch-publizistisches Experiment ausgesucht zu haben. Hätte er am Rheinknie zuvor nachgefragt, man hätte es ihm sagen können: Aus Basel heraus lässt sich keine nationale Politik machen. Es ist nun an der Tamedia, es besser zu machen.