Trottinett-Verleiher brauchen in Basel keine Bewilligung, solange sie maximal 200 Fahrzeuge anbieten. Damit will der Kanton sicherstellen, dass sie die Allmend nicht übermässig beanspruchen. Mittlerweile sind es drei Anbieter, die von dieser Regelung Gebrauch machen – sie alle nutzen den Spielraum bis zum Maximum, stellen ihren Nutzern also je 200 Fahrzeuge zur Verfügung.

Der neuste Anbieter ist seit diesem Wochenende im Geschäft. Angeboten werden die Trottis im Franchise-System, wie es von Fastfood-Ketten bekannt ist. Ein Franchise-Nehmer übernimmt den Betrieb und wird dabei von der internationalen Kette ausgestattet. Bei «Bird» ist es die Seven Group GmbH mit Sitz in Zürich. Inhaber Ismail Seven sagt: «Wir sind am Samstag erfolgreich gestartet. Im Vergleich zu unserer Konkurrenz setzen wir auf ein komfortableres Fahrgefühl, etwa indem unsere Scooter Luft-Reifen haben.»

Preislich seien sie tatsächlich etwas teurer als die Konkurrenz, sagt er. «Wir kalkulieren langfristig und das heisst, dass wir einen Franken pro Fahrt und 45 Rappen pro angebrochener Minute verlangen.» Damit ist «Bird» pro Minute zehn Rappen teurer als die Konkurrenz.

Kommt bald auch das E-Töffli?

Abgesehen vom Luft-Reifen-Komfort entspricht der Bird-Tretroller den Fahrzeugen der Basler Platzhirsche. Wobei ein Besuch auf der Website des Anbieters zeigt, dass die Produktpalette bald ausgeweitet wird. So soll die neuste Trotti-Generation einen stärkeren Akku haben und im «Schwan-ähnlichen» Design daherkommen.

Und unter dem Namen «Bird Cruiser» wird ein Gefährt angeboten, das am ehesten an ein 2-Takter-Töffli erinnert – einfach elektrisch. Franchise-Nehmer Seven sagt: «Aktuell sind in Basel, Zürich und Winterthur die Trottinettes der ersten Generation im Einsatz. Aber wahrscheinlich werden bald auch die neusten Modelle eingesetzt.»