Studierendenrat
Boykott gescheitert: «Weltwoche» bleibt an der Uni Basel

Der «Weltwoche»-Boykott an der Universität Basel ist gescheitert. Die Zeitung wird weiterhin gratis an der Uni aufgelegt. Der Studierendenrat hat seinen Beschluss aufgehoben.

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Die Weltwoche darf an der Uni Basel bleiben.

Die Weltwoche darf an der Uni Basel bleiben.

Lukas Scherrer
Düzgün Dilsiz hatte im Studierendenrat gefordert, dass die Weltwoche nicht mehr gratis an der Uni Basel aufgelegt werden soll.

Düzgün Dilsiz hatte im Studierendenrat gefordert, dass die Weltwoche nicht mehr gratis an der Uni Basel aufgelegt werden soll.

zvg

Die Studenten an der Universität Basel können die «Weltwoche» weiterhin gratis konsumieren. Der Studierendenrat hat den Beschluss von Ende September, die Gratisausgaben der Zeitung aus der Uni zu verbannen, aufgehoben. Dies nachdem sich immer mehr kritische Stimmen zum Beschluss äusserten.

Denn nicht alle Studierenden standen hinter dem Entscheid. Kritiker sahen die Meinungsfreiheit eingeschränkt. Politiker mischten sich in die Diskussion ein, befürchteten, dass die Pressefreiheit nicht mehr gewährleistet ist. Der Skuba-Präsident, der die Beschlüsse des Studienrats vertreten muss, kündigte seinen Rücktritt an.

Die Initianten konnten die Mehrheit nicht überzeugen. Sie bezeichneten die «Weltwoche» als problematisch. Einige Schlagzeilen und Titelbilder seien «klar rassistisch». Sie befürchteten, dass sich Studierende dadurch angegriffen fühlen könnten. Deshalb zeigte sich der Studierendenrat zuerst auch bereit, beim Uni-Rektorat anzufragen, ob auf das Auflegen der Gratis-Ausgaben verzichtet werden könne. Wegen der vielen kritischen Stimmen hat der Rat jedoch seinen Beschluss revidiert. Nach dem ganzen Tumult soll jetzt wieder Ruhe an der Uni einkehren.