«Meine Mutter hat als erste gemerkt, dass es verbrannt riecht», sagt eine Bewohnerin aus dem vierten Stock. «Als wir die Tür zum Gang geöffnet haben, war innert Sekunden alles voller Rauch.» Kurz nach 20.30 Uhr alarmierten Anwohner die Polizei, dass in einem Mehrfamilienhaus an der Maulbeerstrasse ein Brand ausgebrochen sei. Die Feuerwehr rückte mit einem Grossaufgebot aus.

Ausgebrochen war der Brand im Keller. «So etwas ist immer sehr gefährlich, weil dann die Fluchtwege abgeschnitten sind», sagt Peter Gill von der Basler Staatsanwaltschaft. Entsprechend musste die Feuerwehr die Bewohner mit Drehleitern evakuieren. Insgesamt rettete die Feuerwehr zwanzig Personen aus dem Haus, darunter mehrere Kinder und auch eine betagte Frau mit Rollator. Anschliessend konnten die Einsatzkräfte das Feuer löschen.

Die Sanität brachte fünf Hausbewohner, davon zwei kleinere Kinder, in die umliegenden Spitäler. Sie wurden wegen des Verdachts auf Rauchvergiftung eingewiesen. Eines der Kinder hatte sich beim Sprung aus dem Hochparterre verletzt. Offenbar handelt es sich aber in keinem Fall um eine gravierende Verletzung.

Kriminalpolizei ermittelt

Aufgrund der ausgeprägten Rauchentwicklung ist das Haus zurzeit nicht mehr bewohnbar. Am Mittwochmorgen holten einige Anwohner, mit Atemmaske und Schutzkleidern ausgerüstet, ein paar Habseligkeiten aus dem noch immer stinkenden Haus. «Wir haben gestern bei der Grossmutter übernachtet», so eine Bewohnerin. «Wohin wir nun gehen, ist noch unklar.»
Die Kantonspolizei und der Vermieter organisierten externe Unterbringungsmöglichkeiten. Die Maulbeerstrasse und die Isteinerstrasse mussten während der Löscharbeiten gesperrt werden. Die Brandursache ist noch nicht geklärt. (hys/SDA)