Das Hofgut Brüglingen ist eine «grüne Oase inmitten eines städtischen Umfelds», sagte CMS-Präsident Lukas Faesch am Donnerstag vor den Medien. In den letzten Jahren hat die CMS an einem Masterplan zur künftigen Entwicklung des 18 Hektar grossen Gebiets gearbeitet. Nun stehen erste Umsetzungsschritte bevor.

So will die für den Erhalt alter Nutztier- und -pflanzen engagierte Stiftung Pro Specie Rara ihren Hauptsitz nach Brüglingen verlegen. Einst in St. Gallen gegründet, hat die Stiftung ihren Sitz derzeit in Aarau. Bis Anfang 2013 sollen die rund 20 Mitarbeitenden nun im Gebäudekomplex Unter Brüglingen einziehen, wie es hiess.

Umweltbildung

Dort will die CMS auch ein Umweltbildungszentrum errichten. Geplant ist neben einem bestehenden Ökonomiegebäude ein neuer eingeschossiger Stampflehmbau des Büros Barcelo Baumann Architekten, der für Schulprogramme, Kurse und Ähnliches im Bereich Schule und Landwirtschaft zur Verfügung stehen soll.

Die Baubewilligung wird im November erwartet. Angepasst und umgebaut werden zudem die Gärten für Gemüse, Beeren und Obst, wo Sorten von Pro Specie Rara zum Zug kommen sollen. Mittelpunkt bleibt der Merian-Park oberhalb des Hofguts samt Botanischem Garten. Neben dem Hof soll auch der Garten das Bio-Label erhalten.

Die Investitionen, welche die CMS in den kommenden Jahren in Brüglingen plant, liegen laut Faesch in der Grössenordnung von zehn Millionen Franken. Um die Entscheide und Verantwortung zu bündeln, hat die CMS daher auch die Aktienmehrheit der Merian Park AG erworben; derzeit halte sie rund 70 Prozent.

Hochzeitsgeschenk

Das Hofgut Brüglingen hatte Stiftungsgründer Christoph Merian 1824 von seinem Vater als Hochzeitsgeschenk erhalten. Inzwischen ist das Gelände eines der wichtigsten Naherholungsgebiete der Agglomeration Basel. Neben Brüglingen besitzt die CMS in der weiteren Region fünf weitere Höfe, auf denen Bio-Landwirtschaft betrieben wird.