Sie wollen ihn wieder haben. Das Bündnis Grüne Basta lanciert seinen Wahlkampf und die Mission Rückeroberung des Nationalratssitzes. 2011 misslang die Verteidigung. Statt einer Wiederwahl von Anita Lachenmeier-Thüring (Grüne) zog der CVP-Vertreter Markus Lehmann in den Nationalrat. Lehmann profitierte damals von der Listenverbindung der CVP mit den Grünliberalen.

Auch in diesem Wahljahr spannen diese beiden Parteien zusammen. Harald Friedl, Vize-Präsident der Grünen Basel-Stadt, ist darüber enttäuscht, gibt sich aber trotzdem optimistisch: «Als drittgrösste Kraft in Basel gehört das Bündnis Grüne Basta nach Bern.»

(Quelle: youtube.ch/Bündnis Grüne BastA!)

#antigrau-Veloklingelsong des Bündnisses Grüne Basta

Das Bündnis tritt mit jeweils zwei Kandidaten der Basta! und der Grünen, sowie einem Kandidat des jungen grünen Bündnis zu den Nationalratswahlen an. Es kandidieren: Sibel Arslan (Basta), Mirjam Ballmer (Grüne), Thomas Grossenbacher (Grüne), Raffaela Hanauer (junges grünes Bündnis) und Heidi Mück (Basta).

«Die Liste 8 ist eine junge Liste, eine ziemlich weibliche Liste, aber auch eine ziemlich erfahrene Liste», sagt Tonja Zürcher, Co-Präsidentin der Basta. Das Durchschnittsalter der fünf Kandidaten beträgt 38 Jahre. Gemeinsam weisen sie aber die Erfahrung von 39 Jahren im Grossen Rat auf.

So jung die Kandidaten, so frisch und vor allem bunt soll die Kampagne daher kommen. «Wir sind antigrau», sagt Friedl. «Ohne uns wäre die Basler Politiklandschaft um einiges grauer.» Das Bündnis legt den Fokus auf eine Socialmedia-Kampagne. Unter dem Hashtag antigrau werden die fünf Kandidaten ihre Parolen in die Welt twittern. «Wir erhoffen uns dadurch, auch Junge zu erreichen», sagt Friedl. Der direkte Kontakt mit den Bürgern werde durch die Socialmedia-Kampagne aber nicht ersetzt.

Den Schwerpunkt legt die Partei weiterhin auf die Umwelt, vor allem wollen sie den Automausstieg forcieren. «Der Atomausstieg ist gefährdet», sagt Nationalratskandidatin Mirjam Ballmer, «die Wahl im Herbst ist eine Richtungswahl.»