Direkt auf die Sommerferien hin sind in Basel zwei Petitionen zu grösseren Projekten gestartet worden. Die der «Neuen Gruppe Bahnhof» fordert die Ergänzung der provisorischen Passerelle über die Gleise bei der Margarethenbrücke durch eine Velospur. Die andere Petition richtet sich gegen den geplanten Abriss des Restaurants «La Torre» und die Überbauung an selbiger Stelle auf dem Bruderholz, direkt beim Wasserturm.

Dabei manifestiert sich vor allem Unterstützung gegen das Vorhaben auf dem Bruderholz. Die «La Torre»-Petition wurde, ebenso wie die Bahnhofs-Petition, auf einer elektronischen Sammelplattform namens www.openpetition.eu eingestellt. Dort hat sie bereits über 800 Unterstützer gefunden. Die Diskussion läuft rege. Vor allem argumentieren Unterstützer des Anliegens, dass es sich bei der Liegenschaft um einen städtebaulichen Akzent im Quartier handle und eine wesentliche Begegnungszone in einem ohnehin zwar grünen, aber weitgehend durch abgeschlossene Privatliegenschaften dominierten Quartier.

Heimatschutz fordert zum Unterschreiben auf

Entsprechend fordert die Petition, das Gebäude, die dazugehörende Gartenanlage und den Wasserturm unter Schutz zu stellen. Zudem sollen die Batterie-Anlage sowie die aktuelle Grünzone rund um den Wasserturm werterhalten werden. Am Mittwoch forderte zudem der Basler Verein Heimatschutz dazu auf, die Petition zu unterstützen. Nicht zuletzt, weil das Gebäude aus dem Jahr 1926 zusammen mit dem Wasserturm erbaut wurde und damit als historisch wertvoll gelte.

Etwas weniger populär ist derzeit die Petition zur Veloquerung der Gleise am Bahnhof. Diese wurde von Architektin Barbara Buser namens der «Neuen Gruppe Bahnhof» erstellt und hat zum Zweck, die ohnehin raren Gelegenheiten zu Veloquerungen vom Gundeldinger-Quartier in die Innenstadt zu verbessern. Auf der Plattform kamen Stand gestern 156 Unterschriften zusammen. Da es für eine Petition keine Mindestanzahl Unterschriften braucht, können die entsprechenden Begehren dennoch an Regierung oder Parlament eingereicht werden.