Riehen

Bürgerliche schlagen parteilosen Wilde als Gemeindepräsidenten vor

Hansjörg Wilde gibt sich gute Chancen für die Wahl zum Gemeindepräsidenten.

Hansjörg Wilde gibt sich gute Chancen für die Wahl zum Gemeindepräsidenten.

Riehens bürgerliche Parteien FDP, CVP und SVP schlagen zusammen den parteilosen Hansjörg Wilde als neuen Gemeindepräsidenten vor. Mit je einer Person starten die drei Parteien in den Gemeinderatswahlkampf.

Der parteilose ¨ soll für die bürgerliche Allianz aus FDP, CVP und SVP am 26. Januar Gemeindepräsident von Riehen werden. Ohne wirklich anwesend zu sein, war aber die LDP die prägendste Partei an dieser Medienkonferenz. Denn diese entschied sich noch vor den Sommerferien für ein Zweierticket mit Präsidentschaftskandidat Thomas Strahm.

Dass die Liberalen nicht auf einen ihrer beiden bestehenden Gemeinderatssitze verzichten wollten, führte zum Bruch der gesamtbürgerlichen Allianz. «Die Tür steht für die LDP weiterhin offen», sagte SVP-Vizepräsident Felix Wehrli. «Doch nicht mehr für lange», stellt er gleich klar. FDP-Präsident Andreas Zappalà verneinte einen eventuellen Zwist mit der LDP bis auf Kantonsebene. «Es ging ausschliesslich um die Anzahl Kandidaten, nicht um den politischen Inhalt.»

«Sehr gute» Chancen für Wilde

Unternehmer Hansjörg Wilde ist bei Weitem kein Unbekannter. Er trat schon im Wahlkampf 2010 gegen den damals bisherigen Willi Fischer an und zwang diesen aufgrund vieler leerer Stimmzettel in einen zweiten Wahlgang und landete so einen Achtungserfolg.

Seine jetzigen Chancen schätzt er als «sehr gut» ein. «Die Startvoraussetzungen sind dieses Mal natürlich viel besser. Ich wusste damals nicht wirklich, was es heisst, Gemeindepräsident von Riehen zu sein.» Dies sei nun anders. «Ich regelte bereits die Fortführung der Geschäftstätigkeit in meinen beiden Unternehmungen, vergrösserte mein Netzwerk und reduzierte die Zahl meiner Ämter.»

Bei seiner Kontrahentin Christine Kaufmann (EVP) spricht er «von wenigen, aber bescheidenen Exekutiverfahrungen». Bei Thomas Strahm frage er sich, wie der es als Banker beruflich organisieren möchte, noch Gemeindepräsident von Riehen zu sein.

Ueberwasser verzichtete

Die jetzige Kandidatur des parteilosen Wilde wurde erst möglich, als die SVP auf ihre ursprünglichen Pläne mit der Präsidiumskandidatur durch Heinrich Ueberwasser verzichtete. Schlussendlich, so Parteivizepräsident Felix Wehrli, überwiege der Wille, in Riehen die bürgerliche Dominanz bestehen zu lassen und sogar auszubauen.

Parteipräsident Eduard Rutschmann soll für die SVP endlich den lang ersehnten Sitz im Gemeinderat perfekt machen. Die FDP-Fraktionspräsidentin im Einwohnerrat Silvia Schweizer soll den scheidenden FDP-Gemeinderat Thomas Meyer beerben. Daniel Albietz, der vor vier Jahren etwas überraschend für die CVP in den Gemeinderat einzog, möchte seine Arbeit in der Siedlungsentwicklung gerne fortsetzen.

Strahm schliesst nichts aus

LDP-Kandidat Thomas Strahm erfuhr nach der Pressekonferenz von der «bz» von den Plänen der FDP, CVP und SVP. «Die Vorstellung, freiwillig auf den bestehenden zweiten Sitz im Gemeinderat zu verzichten, fällt mir schwer», so Strahm. Die Partei müsse sich ja dann zwischen Christoph Bürgenmeier und ihm entscheiden. «Die Mitgliederversammlung hat sich für die Doppelkandidatur ausgesprochen», stellt Strahm klar. Kategorisch ausschliessen mochte er aber nichts. «Nach dem ersten Wahlgang werden die Karten sowieso neu gemischt.»

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