Corona-Virus

Bund verbietet Anlässe mit mehr als 1000 Personen – so reagieren die beiden Basel

«Die Fasnacht 2020 findet nicht statt»: Medienkonferenz des Basler Regierungsrats und Comité-Obfrau Pia Inderbitzin

«Die Fasnacht 2020 findet nicht statt»: die wichtigsten Momente der Medienkonferenz des Basler Regierungsrats und Comité-Obfrau Pia Inderbitzin am Freitagmittag.

Der Bundesrat hat sich heute Freitag zu einer ausserordentlichen Sitzung getroffen. Aufgrund der aktuellen Situation und der Ausbreitung des Corona-Virus stuft der Bundesrat die Situation in der Schweiz als «besondere Lage» gemäss Epidemiegesetz ein. Die Verordnung ist in Kraft. Die Basler Fasnacht ist abgesagt, auf dem Land finden nur einzelne Anlässe statt.

Der Schutz der Bevölkerung habe für den Bundesrat oberste Priorität. Dies ermögliche dem Bundesrat, in Absprache mit den Kantonen selber Massnahmen anzuordnen, die normalerweise in der Zuständigkeit der Kantone liegen. Für die Fasnacht bedeutet dies, dass Umzüge, Cortèges und Guggenkonzerte nicht stattfinden können.

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Der Bundesrat kommuniziert am Freitagmorgen, dass er öffentliche und private Veranstaltungen in der Schweiz, an der sich gleichzeitig mehr als 1000 Personen aufhalten, verbiete. Dieses Veranstaltungsverbot gilt ab sofort bis mindestens bis zum 15. März. Für den Vollzug und die Kontrolle seien die Kantone zuständig. Die entsprechende Verordnung des Bundes ist am Freitagmorgen um 10 Uhr mit dringlicher Publikation in Kraft getreten.

Am Freitagmittag informierte die Basler Regierung.

Am Freitagmittag informierte die Basler Regierung.

Bei öffentlichen oder privaten Veranstaltungen im Kanton Basel-Stadt, bei denen weniger als 200 Personen teilnehmen, liegt die Risikoabwägung über die Durchführung beim Veranstalter. Bei Anlässen mit 200 bis 1000 Personen müssen die Veranstalter beim Gesundheitsdepartement Basel-Stadt eine Genehmigung einholen. Das Gesundheitsdepartement führt anhand Informationen wie beispielsweise Besucherzahl, Charakter der Veranstaltung sowie räumliche Verhältnisse eine Riskioabwägung durch.

Der Bundesrat sei sich bewusst, dass diese Massnahme weitreichende Auswirkungen für die Bevölkerung der Schweiz habe. Sie verspreche aber einen wirksamen Schutz für die Menschen im Land und für die öffentliche Gesundheit. Durch die Massnahme soll die Verbreitung des Corona-Virus in der Schweiz eingedämmt werden.

Die Situation im Baselbiet

Liestal: Chienbäse, Umzug und Cherus finden nicht statt. In einer gemeinsamen Medienmitteilung rufen die Stadt Liestal und das Fasnachtskomitee " schweren Herzens alle aktiven und passiven Fasnächtlerinnen und Fasnächtler auf, auf alle Veranstaltungen und Aktivitäten im Zusammenhang mit der Fasnacht zu verzichten". Darunter fallen insbesondere auch das Schnitzelbanksingen, Gässlen, Kellerveranstaltungen und die Durchführung von Schissdräckzügli. Der Aufruf erfolge aufgrund der Verhinderung der Ausbreitung der Pandemie, heisst es in der Mitteilung.

In Basel werden die Fasnachts-Regale geleert. So gesehen im Globus am Freitagnachmittag.

In Basel werden die Fasnachts-Regale geleert. So gesehen im Globus am Freitagnachmittag.

Pratteln: Die beiden Umzüge wurden abgesagt. Andere Anlässe finden hingegen statt: "Dr Butz fahrt us" am Samstagmorgen, der Fackelumzug, das Fasnachtsfüür sowie das anschliessende "Schneemaa verbrenne" am Fasnachtssonntag, danach Beizenfasnacht in den Restaurants und Kellern. Auch die Wagenburg am Fasnachtsdienstag findet mit anschliessender Beizenfasnacht statt. Am Cherus-Freitag ist das Fonduestübli der Musikgesellschaft offen, die Beizenfasnacht kann auch stattfinden.

Muttenz: Die Veranstaltungen vom Sonntag, 1. März, und Samstag, 7. März, werden abgesagt und die Durchführung derer verboten. 

Birsfelden: Der Fasnachts-Umzug und das Guggenkonzert werden abgesagt. 

Der Basler Regierungsrat informierte am Freitagmittag über die Absage der Fasnacht und die Lage im Kanton Basel-Stadt:

Live-Ticker Regierung Fasnacht 2020

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