Der Rheintunnel soll ungefähr ab 2025 gebaut werden. Dies sieht eine am Mittwoch unterzeichnete Absichtserklärung von Kanton und Bund vor. Die Investitionskosten werden weiterhin grob auf 1,4 Milliarden Franken geschätzt, dies mit einer Unschärfe von plusminus 30 Prozent.

Für die "kostenoptimierte Basisvariante" des Tunnels übernimmt der Bund die Kosten - der oberirdische Ausbau hätte ihn etwa 1,1 Milliarden gekostet. Bei weitergehenden Massnahmen wie dem Ast nach Deutschland wolle der Bund nur einen Beitrag leisten im Umfang des Nutzens für die Nationalstrasse - den Rest müsste also der Kanton übernehmen.

Faktenblatt Rheintunnel

Faktenblatt Rheintunnel

Deckel zulasten Kanton

Ebenfalls auf baselstädtische Rechnung gehen Massnahmen wie Einhausungen oder Überdeckungen der Autobahn, "die sich auf städtische Bedürfnisse beziehen" und über den für Nationalstrassen vom Gesetz verlangten Lärmschutz hinaus gehen. Auch flankierende Massnahmen auf dem städtischen Strassennetz muss der Kanton selber berappen.

Linienführung und Kostenschätzung waren im Juli 2014 publiziert worden. Ursprünglich hatte der Bund eine Verbreiterung der heutigen A2 vorgesehen, was in Basel aber auf heftigen Widerstand stiess. Der neue Tunnel soll in Basel Nord in die A3 nach Frankreich münden.

Bund und Kanton seien sich einig, dass der zweiröhrige Rheintunnel mit je einer Fahrspur und einem Pannenstreifen geeignet sei, den Engpass zu beseitigen, teilte das baselstädtische Bau- und Verkehrsdepartement (BVD) mit. Als nächster Schritt werde das Bundesamt für Strassen (Astra) bis etwa 2018 das Generelle Bauprojekt erarbeiten.

Nach dessen Genehmigung durch den Bundesrat muss das Bauprojekt erarbeitet werden. So sei mit dem Baubeginn frühestens 2025 zu rechnen.