Er ist atemberaubend, der Blick, den man hoch oben auf dem Roche-Turm über Basel geniesst. Da, wo Roche-Mitarbeiter nach Feierabend gerne einen Drink geniessen: in der schicken Pebbles Bar. Der Betrieb schliesst gewöhnlich bereits um 18 Uhr. Anlässlich der Bundesfeier am Montag macht der Pharmakonzern aber eine Ausnahme und öffnet die Bar am Abend, wie Sprecher Karsten Kleine auf Anfrage bestätigt.

Erwartungsgemäss war der Ansturm gross: «Die Bar wird voll besetzt sein.» Roche-Mitarbeiter konnten sich und bis zu drei externe Gäste anmelden. Angekündigt wurde dies bereits im Juni via Intranet – und innert weniger Stunden war die Veranstaltung ausgebucht. Aus feuerpolizeilichen Gründen ist die Kapazität der Bar auf 100 Personen inklusive Personal begrenzt. «Es gibt eine Warteliste», sagt Kleine.

Nach einer groben Rechnung kommt man zum Schluss, dass lediglich 30 Roche-Mitarbeiter in den Genuss des exklusiven Blicks auf das Feuerwerk kommen – vorausgesetzt, sie schöpfen aus dem Vollen und bringen drei Begleitpersonen mit. Das sorgt bei der Belegschaft des Pharma-Konzerns, die leer ausgegangen ist, für Ärger. «Ich hätte das Feuerwerk gerne von da oben gesehen», sagt ein Mitarbeiter. Wer nicht das Intranet konsultiert habe, hätte nicht einmal den Hauch einer Chance auf einen Platz in der Pebbles Bar gehabt. Eine andere meint, es wäre fair gewesen, eine Verlosung durchzuführen, «und auch nur eine Begleitperson hätte gereicht».

Für die Öffentlichkeit ist die Pebbles Bar auch an allen anderen Tagen nicht zugänglich – es sei denn, man darf einen Roche-Mitarbeiter begleiten. Der einzige Weg nach oben, ohne einen Angestellten zu kennen, führt über eine öffentliche Tour durch den Bau 1. «Diese erfreuen sich grosser Beliebtheit», sagt Kleine. Im vergangenen Jahr waren die Führungen zum selben Zeitpunkt bis Ende Jahr bereits ausgebucht. Jetzt hat es noch etliche freie Plätze. Dies gilt selbstredend nicht für den Tag der Bundesfeier.