Riehen
Bundesgericht weist Beschwerde ab: Haltestelle Burgstrasse darf verschoben werden

Das Bundesgericht weist eine Beschwerde von Anwohnern ab. Die Tramhaltestelle Burgstrasse muss nicht bestehen bleiben.

Urs-Peter Inderbitzin
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Die geplante Verschiebung der Tramhaltestelle Burgstrasse darf vollzogen werden.

Die geplante Verschiebung der Tramhaltestelle Burgstrasse darf vollzogen werden.

Google Streetview

Die im Rahmen der Sanierung der Äusseren Baselstrasse in Riehen geplante Verschiebung der Tramhaltestelle Burgstrasse darf vollzogen werden. Das Bundesgericht hat Einwände von Anwohnern, die eine Verschlechterung der Verkehrssicherheit befürchten, vollumfänglich abgewiesen.

Die Riehenstrasse und die Äussere Baselstrasse in Riehen soll für 56 Millionen Franken grundwassertechnisch und infrastrukturmässig – Strasse, Werkleitungen und Tramgeleiseanlagen – saniert werden. Dadurch sollen Verbesserungen für den öffentlichen Verkehr und für den Fuss- und Veloverkehr erreicht werden. Im Zuge dieser Sanierung soll die Tramhaltestelle Burgstrasse rund 30 Meter in westliche Richtung (Richtung Basel) verschoben werden. Neu kommt sie zwischen die Einmündung des Gstaltenrainwegs im Westen und der Burgstrasse im Osten zu liegen. Beidseits der neuen Haltestelle sind Veloquerungen vorgesehen.

Anwohner plädierten für Verbleib

Gegen diese vom Regierungsrat des Kantons Basel-Stadt genehmigten Pläne rekurrierte ein an der Äusseren Baselstrasse wohnhaftes Ehepaar, blitzte aber beim Appellationsgericht ab, nachdem dieses an Ort und Stelle einen Augenschein vorgenommen hatte. Die Anwohner erhoben in der Folge eine Beschwerde ans Bundesgericht.

Sie argumentierten unter anderem, die Verschiebung der Tramhaltestelle in den Bereich einer Einfahrt und der Einmündung der Zufahrtsstrasse zu den Häusern mit rund 70 Bewohnern und 30 Autos führe zu verstärkten Nutzungskonflikten zwischen motorisiertem Verkehr sowie Velo- und Fussgängerverkehr. Ihrer Auffassung nach könnte die Tramhaltestelle Burgstrasse am bisherigen Standort verbleiben; dies sei von den Behörden zu wenig abgeklärt worden.

Aus Sicht des Veloverkehrs sinnvoll

Das Bundesgericht hat die Beschwerde abgewiesen. Aus den Akten ergibt sich laut dem Urteil aus Lausanne, dass die kantonalen Behörden die Machbarkeit einer Belassung der Haltestelle Burgstrasse an der bisherigen Lage überprüft und zwei Varianten genauer unter die Lupe genommen haben. Beide Varianten wurden verworfen, weil sie die Sicherheit der Velofahrer gegenüber dem Projekt deutlich verschlechtern würden. Für Veloquerungen auf offener Strasse wären Sicherungsanlagen und grosszügige Aufstellbereiche nötig gewesen; dafür besteht nach Meinung der Kantonsbehörden an diesem Standort nicht genügend Platz.

Umgekehrt hat das Appellationsgericht in seinem Urteil festgehalten, die Verschiebung der Tramhaltestelle erlaube eine optimale Gestaltung der Veloübergänge. Dadurch könnten sowohl die Burgstrasse als auch der Gstaltenrainweg mit durch Lichtsignalanlagen gesicherter Querung an das Velopendlerroutennetz auf der Nebenfahrbahn angeschlossen werden.

Überzeugt vom Projekt zeigte sich auch das Bundesamt für Strassen (Astra). Dieses hatte die Unterlagen aus Sicht des Langsamverkehrs geprüft, insbesondere bezüglich der Führung für Fuss- und Veloverkehr im Bereich der Tramhaltestelle. Das Astra erachtete die Überlegungen der Behörden als vollständig und schlüssig; aus fachlicher Sicht gab es nichts zu beanstanden.