Knackiger Salat. Saftiges, auf den Punkt gebratenes Fleisch. Ein Burger, wie man ihn sich wünscht. Auf dem Weg zum Roofdeck, dem Deck des Clubs Nordstern, läuft einem jeden Burgerfreund bald das Wasser im Mund zusammen.

In zwei Wochen eröffnet auf dem Schiff in Kleinhüningen, der neuen Heimat des Nordsterns, nämlich die neue, schwimmende Sommer-Location Roofdeck für sonnenhungrige Basler. Auf dem Deck gibt es neben einer Bar und Live-Musik auch Burger mit regionalen Zutaten von Meat&Greet. «Es soll unser eigenes kleines Restaurant werden», sagt Bojan Hofmann, einer von zwei Inhabern des Jungunternehmens. Der zweite Inhaber, Manuel Eberle, sagt zum neuen Standort am Hafen: «84 Sitzplätze plus drei Lounges – super.»

Der zweite Post-Laster kam

Das Restaurant auf dem Schiff ist der erste Standort von Meat&Greet. Oder anders gesagt die erste Burgerbude, die nicht durch die Gegend rollt. Begonnen hat alles mit einem Lastwagen, einem Foodtruck. Mit der Zeit und mit dem Erfolg flatterten jedoch immer mehr Anfragen herein, die sie mit nur einem Truck nicht mehr bewältigen konnten. Deshalb beschlossen sie, einen weiteren Kleinlaster zu kaufen, diesmal ohne Hilfe durch Bekannte und Unbekannte Sponsoren aus dem Internet. «Für den ersten Truck brauchten wir noch Hilfe durch die Crowd, den zweiten konnten wir komplett selbst finanzieren», erklärt Hofmann nicht ohne Stolz.

Während sie den ersten Truck einst noch vollständig selbst umbauten, gaben sie beim zweiten ein paar Arbeiten, wie das Lackieren, ab. «Wir hatten einfach keine Zeit, alles selbst zu machen», so Eberle. Pünktlich auf die Basler Herbstmesse hin konnte dann der zweite Foodtruck in Betrieb genommen werden. Der Grund: Meat&Greet war einer von insgesamt zwölf neuen Essensständen an der Messe.

Seitdem ist das Foodtruck-Unternehmen unter der Woche in der ganzen Region Basel mit zwei Trucks unterwegs. Die Fahrzeuge gehörten einst der Deutschen Post. Eberle und Hofmann bauten sie dann zu einer fahrbaren Küche um. Montag und Dienstag steht der Neue etwa auf dem Marktplatz, während der andere Food-Truck hungrige Burger-Freunde in Aesch verköstigt. «Der Marktplatz ist super, es gibt unglaublich viel Laufkundschaft», erklärt Eberle. Dass auf dem Marktplatz ein kleiner Street Food-Markt entstanden ist, ist neu. Seit dem 13.März findet im Herzen von Basel der «Schlemmer-Markt» statt.

Er erweitert das Angebot des traditionellen Stadtmarkts. «Mit dem Schlemmer-Markt möchten wir jeden Montag eine Street-Food-Atmosphäre schaffen», erklärt Sabine Horvath, Leiterin Aussenbeziehungen und Standortmarketing Basel-Stadt, das neue Konzept. Und tatsächlich, wer über den Markt in der Basler Innenstadt schlendert, wird nicht enttäuscht. Neben den Burgern von Meat&Greet gibt es Curry Wurst, Meat Balls, Piadinas und diverse Sandwichs. Auch laden zahlreiche Sitzgelegenheiten zum Verweilen auf dem Marktplatz ein.

«Bumann war der Startschuss»

Eberle ist glücklich über das Wirken der Stadt: «Das ganze Büro kann einfach zusammen essen gehen, für jeden ist etwas dabei.» Und genau diese Essenskultur mit vielen fahrenden Essensständen, ist das, was den Lifestyle des Street Foods ausmacht. Das finden auch Eberle und Hofmann. Der Arlesheimer und der Aescher wissen wovon sie sprechen. Ihr Foodtruck-Unternehmen Meat&Greet war eines der ersten in der Region Basel. Als Pioniere bezeichnen sie sich nicht. «Aber wir haben schon einen grossen Teil dazu beigetragen, dass sich Street Food in Basel etabliert hat», ist sich Hofmann sicher.

Der Aufstieg von Meat&Greet war seit Beginn 2015 rasant. Grund dafür war Daniel Bumann, der Restauranttester des Schweizer Fernsehsenders 3 Plus. 2016 unterstützte er mit den Baslern erstmals ein Start-up anstelle eines maroden Betriebs. Bumann sei der Startschuss gewesen, weiss Eberle. «Durch ihn kamen wir zur Popularität. Nach der Ausstrahlung der Sendung bekamen wir Anfragen aus der ganzen Deutschschweiz, etwa auch vom Züri Fäscht und vom Zurich Openair.»

Nie mehr zurück

In der Zukunft wollen die Jungunternehmer weiter expandieren. Wie genau, ist noch nicht ganz klar. Eines steht für die beiden jedoch fest: Sie sind glücklich. «Wir fühlen uns immer mehr als Unternehmer. Anfangs hatten wir keine Ahnung, doch je mehr Zeit verging, desto mehr wuchsen wir an der Aufgabe», so Hofmann. Eberle sagt: «Wir wollen nicht mehr in unsere alten Jobs zurück.» Letztens habe er genau das geträumt – es war schrecklich.