Gastronomie

Burger-Welle überrollt die Steinenvorstadt: «Holy Cow» zieht ins ehemalige «Cindy's»

(Symbolbild)

Gleich zwei Burgerketten ziehen an die Ausgangsmeile.

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Nach dem «Hans im Glück» aus Deutschland eröffnet auch die Schweizer Burgerkette Holy Cow einen Basler Ableger in der Steinenvorstadt.

Vor wenigen Tagen wurde bekannt, dass die deutsche Burgerkette Hans im Glück an der Steinenvorstadt 1 zum Jahreswechsel ihren ersten Basler Ableger eröffnen wird. Und schon folgt die nächste, aber eine aus der Schweiz: An der Steinenvorstadt 30 wird «Holy Cow» bald seine Kreationen anbieten.

«Wir eröffnen im ersten Quartal 2020», bestätigt Andres Krattinger, der Mitinhaber des künftigen Geschäfts, auf Anfrage. Damit kehrt die Lokalität zu ihren Wurzeln zurück: Am Standort wurden im kultigen «Cindy’s» von Mövenpick jahrelang Burger und Pizza geschlemmt. 2011 war Schluss.

Es ist dies die erste Basler Filiale von «Holy Cow» und das fünfzehnte Restaurant des Schweizer Unternehmens, das vor zehn Jahren in Lausanne startete. Eigentlich hatte «Holy Cow» bereits im vergangenen Jahr hier Fuss fassen wollen; der Mietvertrag am Rümelinsplatz war unterschrieben.

Diesen Frühling deckte die bz aber auf, dass sich die Verantwortlichen von «Holy Cow» dazu entschieden hatten, doch keinen Laden an diesem Standort zu eröffnen. Der Grund: zu wenig Laufkundschaft. Und darauf setzt «Holy Cow», sagt Krattinger: «Wir entscheiden uns meist für stark frequentierte Lagen mit einem guten Zielgruppenmix. Dieser ist an der Steinenvorstadt ideal.»

In unmittelbarer Nähe des künftigen Standorts von «Holy Cow» befindet sich das Union Diner der Basler Rhyschänzli-Gruppe. Hier ist man nicht gerade erfreut über den Zuzüger: «Wir rechnen damit, dass uns dies zumindest am Anfang Kundschaft kostet. Auch, weil das Preisniveau bei der Konkurrenz tiefer ist,» sagt Geschäftsführer Cyrill Lang zur bz. In der Tat kostet ein Burger bei «Holy Cow» halb so viel wie beim Rhyschänzli-Diner.

Die lokale Konkurrenz stichelt bereits

Lang sagt, bis dato habe man im Diner Jahr für Jahr den Umsatz steigern können, «ein kleiner Taucher haut uns nicht um. Langfristig hoffen wir auf eine Entspannung». Schliesslich unterscheide sich das Konzept des Union Diners klar von jenem der Konkurrenz: «Wir bereiten jeden Burger frisch auf dem Grill zu. Die Konkurrenz setzt mehr auf Geschwindigkeit.»

Krattinger hält fest, dass es zwar der Anspruch von Holy Cow sei, jeden Burger in maximal fünf Minuten zu servieren. «Unsere Zutaten sind aber alle frisch und von bester Qualität. Wir beziehen sie aus der Region.» Und was sagt er dazu, dass zeitgleich eine Burgerkette aus Deutschland in der Steinenvorstadt eröffnet? «Konkurrenz belebt das Geschäft. Ich denke, dass unsere Schweizer Herkunft und das damit verbundene Qualitätsdenken ein Vorteil ist.»

Autorin

Rahel Koerfgen

Rahel  Koerfgen

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