Zoll
Busse wegen Schummelei mit den «grünen Zetteln» am Zoll

Eine Schweizerin wollte die Mehrwertsteuer für ihre in Deutschland getätigten Einkäufe zurückerlangen, indem sie die «grünen Zettel» beim Zollamt bestätigen liess. Anschliessend aber blieb die Ware in Deutschland.

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Die Schweizerin gab die «grünen Zettel» an der Grenze ab, behielt die Ware aber in Deutschland (Symbolbild)

Die Schweizerin gab die «grünen Zettel» an der Grenze ab, behielt die Ware aber in Deutschland (Symbolbild)

Aargauer Zeitung

Diese Schummelei ging in die Hose: eine 37-jährige Schweizerin kaufte in Deutschland Textilien für rund 4550 Euro ein. Die Frau muss nun eine Geldstrafe von 3000 Euro bezahlen. Später ging sie mit den «grünen Zetteln» für die Ausfuhr in die Schweiz zum Zollamt Lörrach-Stetten. Dort liess sie sich die Ausfuhr bestätigen und die Ausfuhrzettel abstempeln.

Anschliessend aber brachte sie die Einkäufe nicht in die Schweiz, sondern übergab sie einer Bekannten, die in Deutschland lebt. «Unter Vorspiegelung der Ausfuhr sollte der Betrag für die Mehrwertsteuer ergaunert werden», heisst es dazu in einer Mitteilung des Hauptzollamtes Lörach. Die Frau wollte so für ihre Einkäufe die Mehrwertsteuer zurückerlangen, liess die Ware aber in Deutschland.

Wer die Ware trotz Vorlage der Bescheinigung beim Zoll danach nicht ausführt, macht sich der Falschbeurkundung schuldig. Gemäss dem Hauptzollamt ist der entsprechende Strafbefehl des Amtsgerichts Lörrach inzwischen rechtskräftig. (dme)

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