Fusion
BVB-Chef Baumgartner: «Eine Fusion mit der BLT ist nicht sinnvoll»

BVB-Direktor Jürg Baumgartner hält aber an gemeinsamer Margarethenstich-Tramlinie fest. Von einer Fusion mit dem Baselbieter Partnerunternehmen BLT will er dagegen nichts wissen. «Das Synergiepotenzial wäre gering», sagt Baumgartner.

Hans-Martin Jermann
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BVB-Direktor Jürg Baumgartner will von Fusion mit BLT nichts wissen.

BVB-Direktor Jürg Baumgartner will von Fusion mit BLT nichts wissen.

Martin Töngi

Die öV-Nutzer in der Region steigen selbstverständlich von den grünen Trams der Basler Verkehrsbetriebe (BVB) in die gelben der Baselland Transport (BLT) um. BVB-Trams fahren auf dem Land und umgekehrt solche der BLT in der Stadt. Trotz dieser Verzahnung des öV-Angebots will BVB-Direktor Jürg Baumgartner nichts von einer Fusion mit dem Baselbieter Partnerunternehmen wissen. «Das Synergiepotenzial wäre gering», sagt Baumgartner.

BVB und BLT würden nicht in Konkurrenz zueinander fahren; die Angebote seien bereits heute gut aufeinander abgestimmt. Der BVB-Chef gibt zudem zu bedenken, dass das Angebot der Transportunternehmen stark von der Verkehrspolitik der Kantone abhängig sei. Eine Fusion sei daher wenig sinnvoll, wenn nicht gleichzeitig die Kantone in der Verkehrspolitik zusammenrücken.

Baumgartner ist überzeugt, dass im eine Stellvertreterdebatte geführt werde. «Man diskutiert über BVB und BLT, meint aber das Zusammenwachsen der beiden Kantone.» Trotz Absage an die Fusion will Baumgartner die künftige Tramlinie durch den Margarethenstich gemeinsam mit der BLT führen: Auf der neuen Tramlinie sollen demnach sowohl grüne BVB- als auch gelbe BLT-Trams verkehren – ein Novum.