Erneuerbare Energie

BVB testen neuen Elektrobus – 2020 soll das Gesamtkonzept stehen

Die neuen Elektrobusse werden noch länger sein als das Testfahrzeug, das derzeit auf der Linie 30 und 50 zum Einsatz kam.

Die neuen Elektrobusse werden noch länger sein als das Testfahrzeug, das derzeit auf der Linie 30 und 50 zum Einsatz kam.

Das Elektrobus-Projekt ist auf Kurs. Während die BVB einen neuen Bus testen, reichen ihre Mitarbeiter beim Regierungsrat zwei Petitionen gegen den Betrieb ein.

Diese Woche befuhr erstmals der doppelgelenkige, 25 Meter lange Elektrobus die Strassen Basels. Bis 2027 soll die komplette Busflotte mit erneuerbarer Energie betrieben werden. Bereits im Frühjahr 2020 wollen die BVB dem Grossen Rat ein Gesamtkonzept vorlegen.

In den Nächten von Dienstag bis Donnerstag fuhr das Modell testweise die Linien 30 und 50 ab. Auf diesen Strecken wäre der Einsatz der Grossbusse ideal, wie BVB-Direktor Bruno Stehrenberger sagt. Mit einem Fassungsvermögen von 225 Personen würde sich der Komfort erhöhen. Bauliche Massnahmen müssten lediglich in der Einfahrt des Badischen Bahnhofs und an der Mattenstrasse getroffen werden. Zudem müsste die 30er-Haltestelle am Bahnhof SBB verlegt werden.

Die Elektrobusse sollen für Passagiere weitere Vorteile haben. So biete die Umstellung eine massive Einschränkung der Lärmemissionen. Ausserdem werde höchsten Wert auf die Sicherheit gelegt. Hier können technische Neuerungen wie Assistenzsysteme helfen.

Neben neuer Garage gibt es vielleicht sogar Wohnraum

Die Umstellung erfordert an der Rankstrasse eine neue Busgarage und eine neue Werkstatt. 148 Busse wird Erstere fassen, jeder davon wird einen eigenen Lade-Anschluss besitzen. Da die Batterielaufzeit für hochfrequentierte Linien zu kurz sein wird, werden an einigen Endhaltestellen noch «Gelegenheitslader» installiert. Als Reaktion auf einen grossrätlichen Anzug und Stimmen der Immobilien Basel-Stadt werde auch geprüft, ob in höheren Etagen Wohnfläche eingeplant werden kann.

Am Donnerstag reichten BVB-Mitarbeiter derweil zwei Petitionen bei der Regierung ein. Eine gegen die schlechten Arbeitsbedingungen, die laut Petitionstext «zu Lasten der Gesundheit und des sozialen Lebens» fallen. Die andere fordert die Aufarbeitung der Entscheidungen der BVB in den vergangenen Jahren. Stehrenberger zeigt Verständnis: Seit längerem sei er mit den Gewerkschaften in Kontakt. Ausserdem solle sich die Belastung der Mitarbeiter bald verringern. Ab 2020 seien rund 100 neue Arbeitskräfte im Einsatz, ab 2021 sollen mit 100 weiteren sogar Überstunden abgebaut werden können.

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