Die Basler Verkehrsbetriebe wollen möglichst schnell weg von Diesel und Gas. Letzten Freitag hat der seit Anfang Jahr neu zusammengesetzte Verwaltungsrat an seiner erst zweiten Sitzung beschlossen, dass die sukzessive Umstellung auf Elektroantrieb Priorität hat. «Das Ziel ist, möglichst bald voll elektrisch zu fahren», sagt die neue Verwaltungsratspräsidentin Yvonne Hunkeler. Damit drücken die BVB beim Bus der Zukunft – wie das Projekt heisst – aufs Tempo.

Bisher hatten sich die Verantwortlichen eher zurückhaltend gezeigt. Wie kürzlich bekannt wurde, soll ab Herbst ein erster Elektrobus durch Basel fahren, offiziell als Versuch, ob die Technik geeignet wäre. Hunkeler sagt aber klar: «Der Pilotbus soll die Bestätigung bringen.»

Spätestens ab 2027 müssen die BVB laut öV-Gesetz ohne fossile Brennstoffe verkehren. Bereits in den nächsten Jahren muss allerdings aus Altersgründen rund die Hälfte der Busflotte ersetzt werden. Nun laufen Abklärungen, wie bereits dann Elektrobusse zum Zug kommen können und ob es Überbrückungsvarianten gibt. Klar ist: In der Anschaffung sind Elektrobusse noch teurer als Diesel- oder Gasbusse.

Im Hintergrund arbeitet eine Gruppe Politiker deshalb bereits an einem Vorstoss, um den BVB zusätzlich Gelder zu besorgen, wenn diese im Gegenzug voll auf Elektrofahrzeuge setzen. «Für uns haben Elektrobusse Priorität, am Ende aber muss die Politik entscheiden, was sie will», sagt Hunkeler dazu.