Basel
BVB-Verwaltungspräsident Gudenrath: Muss er auf Wessels Antrag gehen?

Die Tage von Martin Gudenrath als Verwaltungsratspräsident der Basler Verkehrsbetriebe (BVB) scheinen gezählt. Laut Insidern lässt Regierungsrat Hans-Peter Wessels den 52-Jährigen fallen. Grund dafür ist der Bericht der Finanzkontrolle.

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BVB-Verwaltungsratspräsident Martin Gudenrath: Bleibt er oder muss er gehen?

BVB-Verwaltungsratspräsident Martin Gudenrath: Bleibt er oder muss er gehen?

Martin Töngi

BVB-Verwaltungsratspräsident Martin Gudenrath hat offenbar das Vertrauen von Verkehrsdirektor Hans-Peter Wessels (SP) verloren: Er schliesst eine weitere Zusammenarbeit mit Gudenrath aus, wie am Montag die «Tageswoche» unter Berufung auf regierungsnahe Quellen schreibt. Grund dafür ist der Bericht der Finanzkontrolle: Die Söhne des Verwaltungsratspräsidenten Gudenrath, des Direktors Jürg Baumgartner und des Vizedirektors Franz Brunner sollen zu vergleichsweise hohen Löhen Praktika bei der BVB gemacht haben.

Wessels will seinen sechs Kollegen offenbar an der Regierungssitzung vom Dienstag dieser Woche die Abwahl Gudenraths vorschlagen. Der Regierungsrat wählt drei Mitglieder des BVB-Verwaltungsrates, unter anderem den Präsidenten. Noch bis Ende Jahr sind Martin Gudenrath, Dominik Egli und Paul Blumenthal als Regierungsvertreter im BVB-Verwaltungsrat.

Neben Gudenrath sollen aber auch entweder Dominik Egli oder Paul Blumenthal über die Klinge springen müssen.

Regierungsrat Wessels will sich zu den Gerüchten nicht äussern. Er sagt gegenüber der «Tageswoche»: «Ich gebe dazu keinen Kommentar ab. Informiert wird nach dem Entscheid der Regierung – voraussichtlich noch in diesem Jahr.» (fam)