Basler Verkehrsbetriebe

BVB-Vizedirektor Brunner: «Ich habe Fehler gemacht, zu denen ich stehe»

Vizedirektor Franz Brunner verlässt die Basler Verkehrsbetriebe.

Vizedirektor Franz Brunner verlässt die Basler Verkehrsbetriebe.

Der Skandal um zu Unrecht bezogene Gelder und Vergünstigungen bei den BVB fordert ein weiteres Opfer: BVB-Vizedirektor Franz Brunner geht per Ende November. Nach 12 Jahren bei den Basler Verkehrsbetrieben gibt er seinen Rücktritt bekannt.

«Ich habe Fehler gemacht, zu denen ich stehe und die ich sehr bedaure.» Mit diesen Worten lässt sich der Vize-Direktor der Basler Verkehrsbetriebe (BVB), Franz Brunner, in einer Mitteilung an die Mitarbeiter der BVB zitieren. Nun verlasse er nach 12 Jahren die BVB. Er, der nach den Abgängen von Verwaltungsratspräsident Martin Gudenrath und Direktor Jürg Baumgartner noch übrig gebliebene aus der alten, arg unter Beschuss geratenen Führungsriege noch verblieben war.

Brunner habe diesen Entscheid selbstständig gefällt, sagt Stephan Appenzeller, der Kommunikationsleiter der BVB. Denn die Disziplinarkommission der BVB war zum Schluss gekommen, die Verfehlungen, die die Finanzkontrolle Brunner angelastet hatte, hätten «eine fristlose Entlassung des Vizedirektors nicht gerechtfertigt». Dabei geht es insbesondere darum, dass sich Brunner Überstunden ausbezahlen liess, was das Kader gemäss Arbeitsvertrag nicht darf und einen Dienstwagen nutzte, auf den er kein Anrecht hatte. Die Folgen der Verfehlungen habe Brunner so weit möglich wieder gut gemacht, erklärt Appenzeller: «Herr Brunner hat den Schlüssel des Dienstwagens bereits im Dezember abgegeben und die zu Unrecht ausbezahlten Überstunden umgehend zurückbezahlt.»

Fall nun erledigt?

Weitere Schritte erübrigen sich laut Appenzeller damit, dass Brunner die BVB per Ende November verlässt: «Mit dem Austritt von Herrn Brunner haben sich nun weitere Untersuchungen und Massnahmen im Rahmen der disziplinarische Untersuchung erledigt.»

Brunner bleibe bis im November, damit der Übergang auf eine neue Führung reibungslos verlaufe. «Ein Unternehmen besteht aus wesentlich mehr als aus Direktor und Vize-Direktor. Wir sind deshalb davon überzeugt, dass wir die Übergangszeit gut meistern werden, bis die beiden Stellen neu besetzt sind.» Momentan führt der Leiter Infrastruktur , Michael Bont, die BVB als interimistischer Direktor. Gesucht wird neben einer dauerhaften Lösung für den Spitzenjob nun also auch ein Stellvertreter.

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