Was vor 34 Jahren mit sechs Tischen begonnen hat, hat sich mittlerweile im Basler Partykalender etabliert. Es ist eines der bekanntesten Basler Sommerfeste: das Klosterbergfest. Erneut hat das Organisationskomitee viel Zeit ehrenamtlich in die 34. Ausgabe gesteckt.

Am 23. August ist es wieder so weit und der Klosterberg wird rund ums «Atlantis» für ein Wochenende zur Festmeile. Die persönlichen Differenzen innerhalb des OKs im letzten Jahr sind bereinigt.

Mit Monika Hungerbühler, der katholischen Theologin der Offenen Kirche Elisabethen, hat das OK rund um Mode-Fotograf Onorio Mansutti eine Wunschpersonalie an Bord holen können. «Es ist nur logisch, dass wir uns an einem solchen Fest, welches rund um die Elisabethenkirche stattfindet, beteiligen», sagt Hungerbühler.

Der Souk ist zurück

Mit Folgen für das Fest: Neu findet in der Offenen Kirche Elisabethen eine Ausstellung über die Stiftung «Kinder in Brasilien» statt (siehe Box). Mansutti stellt eigene Fotos aus und informiert zudem über die Geschichte der Stiftung und deren Wirkungsfeld.

Eine weitere Neuigkeit ist die Ladys-Theke am Sonntag ab 11 Uhr, wie Angela Bryner stolz ankündigt. Frauen aus Ländern von vier Kontinenten werden draussen an der Atlantis-Bar Drinks ausschenken.

Nach einem Jahr Auszeit findet wieder der beliebte Souk auf dem Pyramidenplatz statt. Es hätten sich viele Menschen aus der Stadt beim OK gemeldet und den multikulturellen Markt wieder herbeigewünscht, sagt Nadine Rohner vom OK. Aus 25 Ländern reisen Markthändler heran und bieten allerlei Spezialitäten an.

Mittelpunkt der Festmeile ist traditionell die Caipirinha-Bar. Für 13 Franken plus 2 Franken Depot für den Becher (in diesem Jahr vom Künstler Gordon d’Arcy kreiert) gibt es das brasilianische Nationalgetränk zu kaufen – erst noch für einen guten Zweck. Denn der Erlös aus allen Verkäufen von Getränken, Losen und T-Shirts geht an die Stiftung «Kinder in Brasilien».

So kamen die letzten Jahre jeweils 60'000 bis 100'000 Franken zusammen. Auch dank den Ermässigungen vonseiten des Kantons Basel-Stadt, wie Bryner betont. Trotz der Bekanntheit des Festes hoffen die Organisatoren auf schönes Wetter – damit sich die Caipis gut verkaufen.