Die Post halt. Sie will oder kann in Basel-Stadt die Kombination von Abstimmungscouvert und Stimmausweis nicht mehr bewältigen. Also stehen wir als Stimmberechtigte im Stadtkanton vor einer neuen Herausforderung.

Keine von grosser Tragweite, versucht uns die Kommentatorin im Videobeitrag auf der Website des Kantons weiszumachen. «Bei der Stimmabgabe bleibt alles gleich», beginnt sie. Um dann sogleich zu ergänzen, dass es eben doch nicht so ist.

Aber beginnen tut das Prozedere wie früher. Etwas knifflig nach wie vor, nämlich beim «vorsichtigen Öffnen» des Couverts. Vorsicht ist tatsächlich nach wie vor angebracht, denn das Couvert muss noch immer heil bleiben, auch wenn es nicht mehr Stimmrechtsausweis ist.

Dann aber wird es etwas kompliziert. Jetzt muss nämlich neu der separate Stimmrechtsausweis ausgewählt und abgetrennt werden. Dieser muss dann zusammen mit dem Stimmzettel wieder zurück ins Couvert wandern.

Und dies ist nicht ganz so einfach. Denn dieser Ausweis muss richtig rein, weil auf ihm die Adresse des Abstimmungsbüros abgedruckt ist. Schiebt man diesen Zettel nun entlang des grossen abgedruckten Pfeils ins Couvert, dann ist er falsch drin. Richtungsweisend sind nämlich nur die kleinen Pfeile auf der Hinterseite des Stimmausweises, die man erst auf den zweiten oder dritten Blick entdeckt.

Folgt man nun diesen kleinen Pfeilen, folgt die nächste Irritation. Dann ist die Adresse des Abstimmungsbüros zwar sichtbar, aber sie steht auf dem Kopf. Muss das sein? Es ist einfach so, denn alle Versuche, das Ganze zu drehen, scheitern.

Also das Ganze verkehrt rum in den Briefkasten in der Hoffnung, dass am Schluss – wie auch immer – doch alles noch in die richtige Richtung weisen wird.