Christoph Brutschin, Vorsteher der Basler Departements für Wirtschaft, Soziales und Umwelt (WSU), heizt künftig sein Zuhause in der Breite mit Erdwärmesonden. Ein entsprechendes Baugesuch für die Bohrungen wird heute im Kantonsblatt publiziert. Dem Gesuch ist zu entnehmen, dass zwei Erdsonden in 160 Metern Tiefe installiert werden.

Die Anlage soll 3000 Liter in der Stunde fördern können. Die Kosten des Vorhabens liegen bei 80'000 Franken. Eine gute Investition, denn danach sinken die Betriebskosten auf ein Minimum. Ob die Umweltfreundlichkeit der – bei privaten Hausbesitzern immer noch aussergewöhnlichen – Erdsonden den Ausschlag gab oder die Kosten, dazu wollte der SP-Regierungsrat keine Stellung nehmen. Das Projekt habe nichts mit seiner beruflichen Tätigkeit zu tun, schreibt er auf Anfrage.

Nicht anzunehmen ist allerdings, dass sich Brutschin ähnlich schnell von der Geothermie abwendet wie Basel-Stadt. Der Kanton entschied 2010, von den Tiefenbohrungen abstand zu nehmen. Den Ausschlag beim damaligen Projekt «Deep Heat Mining» gab eine Gefahr, die bei Brutschins Anlage nicht zu erwarten ist. «Deep Heat Mining» hatte mehrere Erdbeben hervorgerufen, welche die Bevölkerung aufschreckten.