Der jahrzehntealte Traum der Basler Bürgerlichen, den Linken den Ständeratssitz abzujagen, dürfte erneut im Frühstadium gescheitert sein. Wie das Nachrichtenportal «Onlinereports» mitteilt, verzichtet Regierungsrat Christoph Eymann (LDP) auf eine Kandidatur gegen Amtsinhaberin Anita Fetz (SP). Dies, weil es offenbar nicht gelungen ist, alle bürgerlichen Parteien hinter eine Kandidatur Eymanns zu bringen. Das war aber Eymanns Grundbedingung.

Der Liberale tritt auch auf der Nationalratsliste der LDP an, hätte also eine Doppelkandidatur gewagt. Als ehemalige Nationalrat und Regierungsrat dürfte Eymann für die bisherigen bürgerlichen Nationalräte Daniel Stolz (FDP), Sebastian Frehner (SVP) und Markus Lehmann (CVP) eine ernste Gefahr darstellen. Darum hatten offenbar Stolz und Frehner darauf gedrängt, Eymann solle ausschliesslich für den Ständerat kandidieren.

Eine Eroberung des einzigen Sitzes in der kleinen Kammer durch einen Bürgerlichen wäre eine kleine Sensation. An der Aufgabe sind bereits der spätere LDP-Regierungsrat und heutige Präsident der Messe Schweiz, Ueli Vischer und Alt-LDP-Grossrat und Alt-Bankratspräsident Andreas Albrecht gescheitert. (dre)