Basel
ClaraSpittel-Fescht: Im Zentrum steht der Mensch

Das ClaraSpittel-Fescht vom 5. bis 7. September soll wieder ein rauschender Anlass für die ganze Familie werden. Und für zwei Provinzspitäler in Indien. Denn der Erlös des Festes geht an die Spitäler in Belatanr und Kunkuri.

Axel Mannigel
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Von Freitag, 5. September 2014 bis Sonntag, 7. September 2014 findet hinter dem Claraspital ein dreitägiges Fest für die Öffentlichkeit statt.

Von Freitag, 5. September 2014 bis Sonntag, 7. September 2014 findet hinter dem Claraspital ein dreitägiges Fest für die Öffentlichkeit statt.

Zur Verfügung gestellt

Dass die medizinische Grundversorgung in Ländern wie Indien noch grosse Defizite aufweist, ist hinlänglich bekannt. Vor allem auf dem Land leidet die Bevölkerung unter den unzureichenden Bedingungen. Schon mit einem relativ niedrigen finanziellen Engagement lässt sich jedoch viel ändern und verbessern – wenn das Geld auch wirklich am richtigen Ort ankommt.

Seit 2013 unterstützt das Claraspital indische Spitäler der Schwesterngemeinschaft Ingenbohl, die auch die Trägerschaft des Basler Claraspitals ist. Das geschieht einerseits durch technische und finanzielle Unterstützung, andererseits durch den temporären Einsatz von Mitarbeitenden des Claraspitals. «Die Projekte der Schwesternschaft Ingenbohl sind sehr vertrauenswürdig», kommentiert Dr. Peter Eichenberger, Direktor des Claraspitals, das Engagement in Indien. «Da wissen wir konkret, wo das Geld hingeht, das ist sehr beruhigend.»

Und ein Glück für die Landbevölkerung im Norden Indiens, die von diesem Einsatz profitiert, ganz im Einklang mit dem Leitbild des Claraspitals, das auf christlicher und sozialer Ethik basiert.

Zwei Projekte in Indien

Um zwei Provinzspitälern im indischen Belatanr und Kunkuri entscheidend zu helfen, soll ihnen der Erlös des diesjährigen ClaraSpittel-Feschts zugute kommen. In Kunkuri ist der Neubau eines Diagnostiktrakts mit einem Labor mit Blutbank, einer Röntgenabteilung, Möglichkeiten für Ultraschall, Gastroskopien und ECG-Einrichtungen geplant. In Belatanr soll ein Projekt zur umfassenden Behandlung von Tuberkulose-Patienten realisiert werden.

«Mit dem Diagnostiktrakt ermöglichen wir einen Quantensprung in der medizinischen Betreuung», freut sich Eichenberger. «Denn mit einer frühzeitigen und korrekten Diagnose können wir viel vorbeugen.»

Auch bei den Tuberkulose-Patienten wird ganz auf Prävention gesetzt, dazu auf gesunde Ernährung und ein Beschäftigungsprogramm. Letzteres soll die Patienten dabei unterstützen, sich eine Existenz und ein Einkommen aufzubauen, damit sie langfristig selbstständig für gesundheitsfördernde Rahmenbedingungen sorgen können.

Die Kosten für die beiden Projekte belaufen sich auf rund 120'000 CHF. Das ist der Punkt, an dem man sagen kann: «India meets Spittelfescht!»

Ein rauschendes Fest

Das ClaraSpittel-Fescht gibt es seit 1977 und wird 2014 zum achten Mal veranstaltet. Zum einen dient das Fest natürlich dem festen selbst, zum anderen hat man es immer auch (mit Erfolg) in den Dienst eines grösseren Zusammenhangs gestellt.

Im weitläufigen Park des Claraspitals wird es an drei Tagen hoch hergehen, dabei ist für die Kleinen und die Grossen gesorgt. Cliquen, Turnvereine, Kirchen- und Quartier-Organisationen bieten ein buntes Menü-Angebot. In vielen Festbeizen wird Musik und Unterhaltung geboten – am Freitag und am Samstag bis zwei Uhr morgens.

Dazu wird auch das ganze Festareal immer wieder animiert durch Darbietungen aller Art. Dabei sind etwa die Piccologruppe Naarebainli, der Strassenmusiker Paul Victor, Jazz mit Dixie Surprise und der Zauberer Omini.

Ein besonderes Highlight bietet die Baseldytschi Bihni, die in einem grossen Zelt mitten im Park Einblicke in ihre Produktion der kommenden Saison gibt. Und nicht fehlen darf natürlich ein ökumenischer Gottesdienst am Sonntagmorgen.

Weitere Informationen: www.claraspital.ch