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Comeback naht: Raul Bobadilla ist zurück im Mannschaftstraining des FCB

Raul Bobadilla ist vor kurzem nach acht Wochen Verletzungspause wieder ins Mannschaftstraining des FC Basel eingestiegen. Er kann die Übungen schmerzfrei absolvieren. Noch ist aber nicht klar, ob es ihm schon fürs Kader gegen Luzern reicht.

Markus Brütsch
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Beobachtet von Marco Streller, Cabral sowie Alex Frei (von links) und attackiert von Fabian Frei, verteidigt Raul Bobadilla den Ball.

Beobachtet von Marco Streller, Cabral sowie Alex Frei (von links) und attackiert von Fabian Frei, verteidigt Raul Bobadilla den Ball.

Stefan Bohrer

Wo ist Bobadilla?

Zu Beginn noch getarnt mit einer Mütze, aber bereits in kurzen Hosen, startet Raul Bobadilla auf dem Kunstrasen der Sportanlagen St. Jakob in seine zweite Trainingseinheit nach einer langen Verletzungspause. Wie hungrig der 25-jährige Stürmer darauf ist, endlich wieder Tore zu schiessen, wird bald einmal ersichtlich. Bobadilla dribbelt, Bobadilla schiesst, Bobadilla trifft. Doch Training ist nicht gleich Spiel, und so werden erst die nächsten Tage verbindlich Aufschluss geben, wie weit der Argentinier ist und ob es ihm gar schon ins Kader für das Spiel in Luzern reicht.

Wohl eher nicht, obschon die Partie definitiv erst am Ostermontag und nicht bereits am Samstag stattfindet. Eigentlich hätten es die Verantwortlichen des FC Basel ja ganz gerne gesehen, das Spiel der 25. Runde in der Super League wäre vorgezogen worden. Die Mannschaft hätte danach ein bisschen mehr Zeit gehabt, sich auf das Viertelfinal-Hinspiel am 4. April in der Europa League bei Tottenham Hotspur vorzubereiten. Dass dies nicht geklappt hat, kommt nun Trainer Murat Yakin gleichwohl nicht gänzlich ungelegen. Viele Spieler seines Kaders sind in dieser Woche in allen Ecken und Enden dieser Welt für ihre Nationalteams aufgelaufen und tröpfeln erst nach und nach wieder in Basel ein.

Nationalspieler kommen zurück

«Am Freitag werden wir komplett sein», sagt Yakin, «der dank der Nicht-Vorverschiebung nun die Möglichkeit hat, die Verfassung jener Spieler gründlich zu checken, die in Santiago, Alexandria, Abidjan oder sonst wo gewesen sind. Marcelo Diaz zum Beispiel hatte im Team von Chile während 90 Minuten hart arbeiten müssen, bis Uruguay 2:0 geschlagen und seine Mannschaft auf den vierten Platz in der WM-Ausscheidung Südamerikas vorgestossen war. Moralisch dürfte es dem Aufbauer nach diesem Triumph zwar bestens gehen, wie aber hat er die Spiel- und Reisestrapazen weggesteckt? Dieselbe Frage drängt sich auch bei den beiden Ägyptern Mohamed Salah und Mohamed Elneny auf, die gegen Simbabwe ebenfalls über die volle Distanz gebraucht worden waren. Auch ihre Laune dürfte nach dem 2:1-Sieg und der Tabellenführung mit neun Punkten aus drei Spielen bestens sein. Und so richtig happy müsste Geoffroy Serey Die zurückkommen, ist beim 3:0 über Gambia doch sein Traum in Erfüllung gegangen: Der 28-Jährige ist Nationalspieler der Elfenbeinküste geworden. Ein Erfolgserlebnis hatte schliesslich auch Österreichs Aleksandar Dragovic, denn der in letzter Minute erzielte Ausgleichstreffer in Irland zum 2:2 lässt der Mannschaft von Coach Marcel Koller alle Chancen auf den zweiten Gruppenrang hinter Deutschland.

Mit dabei im Basler Training war dagegen Alex Frei, der in Luzern nicht zum Einsatz kommen wird, weil er zwei Wochen später in der Zentralschweiz seinen Dienst als Sportdirektor antritt. Gemäss Yakin wird Frei aber auch vor dem Spiel in der Swissporarena normal in den Trainingsbetrieb eingebunden sein.

«Alles ist okay, ich habe keine Schmerzen», meldet Bobadilla am Ende des Trainings. Yakin denkt, dass sich sein Stürmer mit jedem Training mehr zutraut und die Zweikämpfe immer häufiger sucht. «Ich hoffe natürlich, dass er für uns so schnell wie möglich auf Torejagd gehen kann», sagt Yakin. «Aber acht Wochen Pause sind eine lange Zeit, die Fitness kommt nicht von heute auf morgen.»