Hotel Krafft
Consum-Bar bekommt mehr Platz: Im ersten Stock werden drei leere Hotelzimmer umfunktioniert

Die Consum-Bar bekommt mehr Platz: Im ersten Stock werden drei leere Hotelzimmer umfunktioniert. Zwei Fliegen mit einer Klappe: Die verwaisten Hotelzimmer werden genutzt und ein Platzproblem ist gelöst.

Rahel Koerfgen
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Ab sofort können auch hier Wein, Drinks und die feinen Apéroplättli konsumiert werden.

Ab sofort können auch hier Wein, Drinks und die feinen Apéroplättli konsumiert werden.

Kenneth Nars

Not macht erfinderisch, besagt ein altes Sprichwort. Im Fall des Hotel Krafft und seiner Weinbar Consum an der Rheingasse kann man es für bare Münze nehmen. Weil die Hotelzimmer im ersten Stock über der Bar im Erdgeschoss seit Wochen wegen fehlender Touristen leer stehen, werden deren drei nun kurzerhand umfunktioniert: Seit gestern Abend sind sie der verlängerte Arm des «Consum».

Ab sofort können auch hier Wein, Drinks und die feinen Apéroplättli konsumiert werden – jeweils dienstags bis samstags. «Damit schlagen wir zwei Fliegen mit einer Klappe», sagt Catherine Leonhardt, nach dem Abgang von Nicole Koerkel die neue Direktorin des Krafft-Hotels. Man sei die vergangenen Wochen nämlich nicht nur vor dem Problem gestanden, dass die Hotelzimmer verwaisten: «Wegen der neuen Schutzmassnahmen können wir in der Consum-Bar deutlich weniger Gäste begrüssen – der Platz ist ja ohnehin sehr begrenzt.» So würde etwa der Bereich an der Bar zum Konsumieren wegfallen, und an einem Tisch dürften nur vier Personen sitzen. Mit den drei Hotelzimmern würde man nun viel Platz gewinnen, so Leonhardt.

Die Idee zur Umnutzung kam Leonhardt und ihrem Team erst vergangene Woche. «Wir haben uns zusammengesetzt, dann sprudelten die Ideen nur so. In der Krise muss man erfinderisch bleiben», sagt sie dazu.

Die Möglichkeit, ungestört zu bleiben

Geld in die Hand nehmen musste Leonhardt für die Umnutzung keines; das Mobiliar in den Zimmern sei ja schon vorhanden. «Wir haben einzig die Betten entfernt und die Zimmer mit ein paar Möbeln und Accessoires aus dem Hotel Nomad, das zur Krafft-Gruppe gehört, ergänzt.»

Die Bar im ersten Stock wird bedient sein, es besteht die Möglichkeit, ein Zimmer zu reservieren, sodass man mit der Begleitung ungestört bleibt. Das neue Konzept gilt bis auf Weiteres; Leonhardt schliesst nicht aus, dass es nach der Krise weiter bestehen wird – «je nach Erfolg».