Beachvolleyball
Coop Beachtour bietet sandiges Spektakel auf dem Barfüsserplatz

Seit Samstag kämpften auf dem Barfüsserplatz je acht Frauen- und Männerteams um den Einzug ins Halbfinale der Coop Beachtour von heute. Die Frauen-Duos Grässli-Kayser und Brunner-Fedosova stürmten direkt in die heutigen Halbfinalpartien.

Paul Ulli
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Im Spiel Moreira-Silva Jorge gegen Meertens-van Dijken konnte auch der Angriff von Ilke Meertens den Sieg der Schweiz-Brasilianerinnen nicht verhindern.
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Ein Gefühlvoller Heber von Ilke Meertens (rechts).
Der erfolglose Angriff von Ilke Meertens scheitert am Block von Vanessa Silva Jorge.
Vanessa Silva Jorge umspielt den Block von Ilke Meertens (vorne).
Coop Beachtour gastiert auf dem Barfüsserplatz

Im Spiel Moreira-Silva Jorge gegen Meertens-van Dijken konnte auch der Angriff von Ilke Meertens den Sieg der Schweiz-Brasilianerinnen nicht verhindern.

Kenneth Nars

Der Kampf um den Halbfinal-Einzug war vor allem in den beiden Pools beim zarten Geschlecht eine sehr ausgeglichene Angelegenheit. Die topgesetzten Romana Kayser und Muriel Grässli spielten ihre drei Gruppenspiele allesamt bei brütender Hitze gestern. Sie setzten sich dabei, wenn auch manchmal mit etwas Mühe, direkt ins Semifinale durch.

Äusserst eng aber dann die Entscheidung im Pool B, wo neben den dank drei Siegen direkt qualifizierten Brunner-Fedosova alle anderen Teams bis zum letzten Ballwechsel auf den Einzug ins Viertelfinale hoffen durften.

Tapfer schlugen sich auch die als klare Aussenseiterinnen ins Turnier gegangenen Lokalmatadorinnen Fabienne Geiger aus Kaisten und die Baslerin Saskia Seghers.

Vor allem die bei Sm’Aesch Pfeffingen in der Nationalliga A spielende 19-jährige Geiger mit ihrer Partnerin Sarah Leemann wussten sich nach einem total verkorksten Startspiel gegen die Holländerinnen Meertens-van Dijken enorm zu steigern und besiegten nach einer weiteren Niederlage gegen Marlen Brunner und Valeria Fedosova die bis dahin stark aufspielenden Leslie Betz und Ines Egger in drei Sätzen.

«Es lag definitiv nicht am nach dem starken Gewitterregen total nassen Sand. Viel mehr kannten wir unsere Gegnerinnen aus den Niederlanden überhaupt nicht und konnten so taktisch zu wenig reagieren. Dazu fehlt uns noch etwas die Routine», sagte die nach dem unglücklichen Ausscheiden doch ziemlich enttäuschte Fabienne Geiger.

Ohne Sieg ausgeschieden ist auch Seghers mit ihrer Zürcher Partnerin Leonie Güttinger. Gegen die Nr. 1 des Turniers gab es zwar einen Satzgewinn zu bejubeln, doch hatten die starken, direkt von der Europameisterschaft in Klagenfurt zurückgekehrten Grässli-Kayser am Schluss die Nase knapp vorn.

Auf dem Umweg der Viertelfinals sicherten sich die Schweiz-Brasilianerinnen Amelia Moreira und Vanessa Silva Jorge dank einem clever herausgespielten Erfolg über Meertens-van Dijken (21:17/21:16) die Halbfinal-Qualifikation. Gleiches schafften in der zweiten Partie der Abend-Session dann auch noch Taryn Sciarini-Cosima Wieland mit einem ungefährdeten 21:17/21:9-Erfolg über Betz-Egger.

Brüderpaare dominieren

Bei den Männern dominierten vor allem drei Brüderpaare. Während in der Gruppe C die Favoriten Jonas und Gabriel Kissling mehr Mühe als erwartet bekundeten und am späteren Abend ins Viertelfinale mussten, schafften die Titelverteidiger Roman und Andreas Sutter dank einem knappen 2:1-Sieg über die mit einer Wild Card ins Turnier gekommenen Uruguayer Renzo Cairus und Nicolas Zanotta den Einzug ins Halbfinale auf direktem Weg.

Somit kommt es heute Dienstag bei den Frauen zu folgenden Halbfinalbegegnungen. Um 11.00 Uhr spielen Grässli-Kayser gegen Sciarini-Wieland und anschliessend treffen Brunner-Fedosova auf die routinierten Moreira-Silva Jorge.