Corona-Massnahmen
Basel-Stadt reagiert auf steigende Fallzahlen: Maskenpflicht in Schulen, Spitälern sowie Alters- und Pflegeheimen

In Gesundheitseinrichtungen gilt ab Mittwoch die 3G-Regel. Wer über kein Zertifikat verfügt, soll sich vor Ort testen lassen können. Auch die Massnahmen für die Mitarbeitenden im Gesundheitswesen werden verschärft.

Andreas Möckli
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Ab Mittwoch gilt ab der fünften Primar wieder eine Maskenpflicht - sowohl für die Kinder als auch die Lehrpersonen.

Ab Mittwoch gilt ab der fünften Primar wieder eine Maskenpflicht - sowohl für die Kinder als auch die Lehrpersonen.

Ennio Leanza / Keystone

Der Basler Regierungsrat führt zusätzliche Schutzmassnahmen in den Schulen und Tagesstrukturen sowie in den Spitälern, Alters- und Pflegeheimen und in den Institutionen der Behindertenhilfe ein. Er begründet dies mit den steigenden Neuinfektionen und Hospitalisierungen im Kanton. Besonders in den Schulen sei die Lage angespannt.

Im «Sinne der Verhältnismässigkeit» beschränkten sich die neuen Massnahmen auf eine eingeschränkte Gruppe von Institutionen. Darin bewegten sich Menschen, die wegen ihres Alters oder ihres Gesundheitszustands besonders verletzlich seien. Daneben erwähnt die Regierung auch unter 12-jährige Kinder, die sich noch nicht impfen lassen können.

Folgende Massnahmen werden kommenden Mittwoch in Kraft gesetzt:

  • Schulen: Die Maskenpflicht wird ab den 5. Primarschulklassen wieder eingeführt. Sie gilt sowohl für Schülerinnen und Schüler als auch für Lehrpersonen. Ausgenommen sind Personen, die mit einem Zertifikat belegen können, dass sie geimpft oder genesen sind. Bei diesen Personen bestehe ein wesentlich tieferes Risiko einer Übertragung. Zudem müssten diese Menschen ohnehin nicht mehr in die Quarantäne. Die Regeln gelten in sämtlichen Innenräumen der Schulhäuser und in den Tagesstrukturen. 
  • Spitäler, Alters- und Pflegeheime: Hier wird eine Zertifikatspflicht sowie eine Maskenpflicht für Besucherinnen und Besucher eingeführt. Konkret wird die Zertifikatspflicht auf dem Areal und in den Innenräumen eingeführt. Für Personen, die weder geimpft noch genesen sind, können die Spitäler und Heime vor Ort einen Schnelltest anbieten. Ist der Test negativ, berechtigt dieser lediglich zum Besuch im Zimmer der Patientin oder des Patienten oder Bewohners.  Der Besuch im Restaurant oder einer Veranstaltung ist damit nicht erlaubt. Gültig ist auch ein Zertifikat aufgrund eines negativen Testresultats. Die Spitäler und Heime können für dringende Fälle begründete Ausnahmen vorsehen. Sämtliche Regeln gelten auch für Institutionen der Behindertenhilfe. 
  • Mitarbeitende im Gesundheitswesen: Angestellte von Spitälern, Alters- und Pflegeheimen sowie der Spitex mit direktem Patientenkontakt müssen nachweisen, dass sie geimpft, genesen oder negativ getestet sind. Zudem müssen sie eine Maske tragen. Wie die 3G-Regel in den betroffenen Institutionen umgesetzt wird, ist den Betrieben überlassen. Sie sind für die Umsetzung und die Kontrolle verantwortlich. Für nicht geimpfte oder genesene Personen soll eine regelmässige Testpflicht eingeführt werden.
Lukas Engelberger steht dem Basler Gesundheitsdepartement vor.

Lukas Engelberger steht dem Basler Gesundheitsdepartement vor.

Anthony Anex / Keystone

Die beschriebenen Massnahmen sind bis am 31. Januar 2022 befristet. Der Basler Gesundheitsdirektor hat heute in einem Interview mit den Tamedia-Zeitungen gesagt, dass er davon ausgehe, dass es in Kürze weitere Massnahmen geben werde – zunächst auf kantonaler Ebene. Er habe von mehreren Kantonen gehört, dass sie schärfere Massnahmen diskutieren, habe aber keinen systematischen Überblick.

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