Corona
Positiver Start für den Impfbus in Basel

Nicht nur die Zertifikatspflicht begann am Montag: Auch der Impfbus des Kantons startete seine Tour beim Biozentrum. Schon vor der offiziellen Startzeit bildete sich eine grosse Schlange.

Ali Ahmeti
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Lange Schlange vor dem Impfbus beim Biozentrum in Basel.

Lange Schlange vor dem Impfbus beim Biozentrum in Basel.

Nicole Nars-Zimmer

Seit Montag ist der Impfbus im Kanton unterwegs. Der Start war am Montag beim Biozentrum an der Spitalstrasse 41. Bereits 15 Minuten vor dem Impfstart um 14 Uhr trafen Impfwillige ein und formten eine Reihe von etwa 30 Personen. Nebst den Impffreudigen erschienen auch Schaulustige.

Eine der Frauen in der Reihe sagt auf Anfrage, dass sie sich impfen lasse, da sie in einem Fitnessstudio arbeite, und das Impfzertifikat dort nun mal erfordert ist. Zudem würde jeder PCR-Test sie eine Stunde Lohn kosten. Sie habe sich bisher nicht impfen lassen, weil es nicht nötig gewesen sei und es auch mit den bisherigen Massnahmen geklappt habe.

Ein 34-jähriger Mann hat ähnliche Beweggründe: Er möchte nicht auf Sport und die Teilnahme am Sozialleben verzichten. Mit der Impfung könne er dies künftig auch trotz Zertifikatspflicht. Er habe sich bisher auch nicht impfen lassen, weil es für ihn auch gut geklappt habe bisher.

Ein 13-jähriger Schüler lässt sich erst jetzt impfen, da seine Eltern bisher keine Notwendigkeit sahen. Doch da der Jungathlet in einer Sportklasse ist, müsse er sich nun impfen lassen. So könne er weiterhin problemlos seinem Sport nachgehen. Der 24-jährige Matthew erzählt, dass er die Impfung immer vor sich hingeschoben habe. Doch nun habe sein Kumpel ihn gezwungen, sich zum Impfbus zu begeben. Besagter Freund erzählt, dass er sich schon am Anfang impfen liess, damit er seine Grosseltern und andere Verwandte ohne schlechtes Gewissen besuchen könne. Der Grund für das plötzliche Interesse an der Impfung ist also mehrheitlich mit der neu eingeführten Zertifikatspflicht erklärbar.

Vier Wochen unterwegs

Anne Tschudin, Sprecherin des Gesundheitsdepartements, sagt, dass im Bus bis zu dreissig Impfungen pro Stunde durchgeführt werden können. Sie freut sich sehr über den grossen Zulauf und sagt: «Es warteten bereits vor dem offiziellen Starttermin sehr viele auf eine Impfung, und wir starteten bereits 15 Minuten früher.» Darüber hinaus war neben dem Bus noch ein Zelt, das als Notfall- und Beratungsstation dient. Aufgrund des grossen Zulaufs beschlossen die Verantwortlichen, zusätzliche Impfplätze anzubieten. Tschudin sagt auch, dass auf den grösseren Plätzen, wie zum Beispiel dem Markt- oder Barfüsserplatz, nebst dem Impfbus auch für andere Optionen zur Impfung gesorgt sei.

Am ersten Tag wurden 110 Impfungen verabreicht. Bis und mit dem 9. Oktober wird der Bus durch die Stadt touren und an insgesamt zehn Standorten die Erstimpfung anbieten. So soll ein möglichst niederschwelliges Impfangebot gemacht werden.

Auch am Walk-in-Tag in Muttenz war das neue Interesse an der Corona-Impfung deutlich sichtbar. Vor dem Impfzentrum bildeten sich teilweise lange Schlangen.

Das ist der Fahrplan des Basler Impfbusses.

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