Flugunglück

Crash von Basler Kleinflugzeug: Was wir wissen und was wir nicht wissen (Update)

Vier Todesopfer kostete der Crash zwischen einem Basler Kleinflugzeug und einem Helikopter der Deutschen Rettungsflugwacht. Wir erklären, was bekannt ist - und was nicht.

Was ist passiert?

Am Dienstagnachmittag ist ein Sportflugzeug der Basler Flugschule mit einem Rettungshelikopter der Deutschen Rettungsflugwacht zusammengestossen. Ein Zeuge sagte aus, dass das Sportflugzeug aus den Wolken in den Helikopter flog. Zeugen beobachteten eine Explosion am Himmel, teilt die zuständige Staatsanwaltschaft am Mittwoch mit. Kurz vor dem Crash soll der Pilot noch Kontakt mit dem Zielflughafen gehabt haben.

Youtube: Interview mit dem Bürgermeister von Oberhausen-Rheinhausen

Warum sind Flugzeug und Helikopter zusammengestossen?

Die alles entscheidende Frage lässt sich derzeit nicht beantworten. Die zuständigen Stellen ermitteln.

Youtube: BNN-Interview mit der zuständigen Polizei in Oberhausen-Rheinhausen

Wer sind die Opfer?

Bekannt sind bislang vier Tote. Die beiden Hubschrauberpiloten und die Insassen des Sportflugzeugs. Von weiteren Opfern ist zur Stunde nichts bekannt.

Das Kleinflugzeug war besetzt mit einem 61 Jahre alten Piloten und seinem 48 Jahre alten Flugschüler aus der Schweiz. Im Helikopter sassen der aus Bayern stammende 46 Jahre alte Pilot sowie sein 27 Jahre alter Co-Pilot, der ebenfalls aus Bayern kam.

Die Leichen wurden noch in der Nacht geborgen. Die Obduktionen für alle Verstorbenen werden von der Staatsanwaltschaft Karlsruhe beantragt.

Wo geschah das Unglück?

Die Trümmer liegen auf Gemeindegebiet von Oberhausen-Rheinhausen im Norden des Landkreises Karlsruhe, es leben dort ungefähr 9400 Menschen. Das benachbarte Philippsburg ist als Standort eines Atomkraftwerks bekannt.

Die Absturzstelle liegt in der Nähe des Erlichsees und erstreckt sich über mehrere Hundert Quadratmeter. Die Rumpfteile der beiden Maschinen lagen gemäss Staatsanwaltschaft rund 100 Meter auseinander.

Da sich auch Trümmer der Luftfahrzeuge in den umliegenden Seen befanden, wurden Polizeiboote der Wasserschutzpolizei eingesetzt.

Außerdem wurde die Absturzstelle von den Besatzungen der Polizeihubschrauber gesichtet und die Streuung der Wrackteile lokalisiert.

Gibt es eine Blackbox?

Nein, beide Flugzeuge haben nach Behördenangaben keine Blackbox, wie sie bei Linienflugzeugen vorgeschrieben ist. Die bz weiss: Das Kleinflugzeug hatte einen Gefahrenmelder. Ein solcher ist bei solchen Flugzeugtypen nicht obligatorisch. Warum er den Crash nicht verhindern konnte, ist derzeit nicht klar.

Was ist die Flugschule Basel?

Die Flugschule ist die grösste im Dreiländereck Schweiz-Deutschland-Frankreich. Die ist vom Bundesamt für Zivilluftfahrt zertifiziert. Die bei ihr erworbenen Lizenzen sind weltweit gültig, wie sie auf ihrer Internetseite schreibt. Das Ausbildungsangebot umfasse das gesamte Spektrum vom Sichtflug bis Instrumentenflug sowie diverse Lizenzerweiterungen (Nachtflug, Berufspilot, etc.). Die Flotte der Flugschule umfasste acht Flugzeuge.

Um was für ein Kleinflugzeug handelt es sich?

Die Flugschule Basel in Mulhouse fliegt zwei Flugzeug-Typen: Piper und Tecnam. Ihre kleine Flotte umfasste acht Flugzeuge. Beim verunglückten Flugzeug handelt es sich um eine Piper PA28. Beim Helikopter handelt es sich um einen Hubschrauber Airbus EC135 H.

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