Herr Egloff, vor knapp zwei Monaten, als die Dezember-Zahlen noch nicht bekannt waren, prognostizierten Sie für die Logiernächte 2015 ein Plus von 4 Prozent. Jetzt fällt der Schnitt mit 3,3 Prozent aber tiefer aus. Wie kam’s?

Daniel Egloff: Wir haben den Effekt vom OSZE-Kongress, der im Dezember 2014 stattgefunden hat, unterschätzt. Der hat im Dezember tatsächlich ein Loch von 10 000 Logiernächten weniger gerissen und das hat dann das Jahresresultat auf die 3,3 Prozent gedrückt. Das war im Voraus schwer abzuschätzen. Das ist ein kleiner Wermutstropfen, aber in der Gesamtbilanz zu verkraften.

Ein anderer Wermutstropfen sind die immer weniger werdenden deutschen Gäste. Was unternimmt man gegen diesen Negativtrend?

Einerseits mit Marketing, mit dem wir den Wert von Basel-Ferien aufzeigen. Andererseits glauben wir aber auch, dass die Talsohle jetzt erreicht ist und man sich an den veränderten Euro-Wechselkurs gewöhnt hat. Insofern sind wir optimistisch, dass uns in den nächsten Jahren eine horizontale bis leicht steigende Kurve erwarten wird.

Zwei Highlights im 2016 sind die Eröffnung des Kunstmuseum-Neubaus und der Europa-League-Final. Was verspricht man sich davon?

Einerseits Image. Dass man darüber weltweit oder mindestens europaweit reden wird und zur Kenntnis nimmt, dass solch wichtige Events in Basel stattfinden. Und gerade im Bereich des Kunstmuseums wird dies Möglichkeiten für weitere, ganz grandiose Ausstellungen geben. Und es ist auch architektonisch ein toller Bau entstanden, der rund um die ganze Thematik von Architektur und Design grosse Reisegruppen ansprechen wird. Das wird uns langfristig gesehen auch helfen.

Ist dieser Neubau auch mit ein Grund dafür, dass man so positiv ins 2016 blickt?

Ja, das ist mit ein Grund, aber man darf all die anderen Gründe wie die Fondation, das Tattoo oder die Swiss Indoors nicht vergessen. Das sind alles Mosaiksteinchen, die es möglich machen, diese tollen Resultate jährlich zu erzielen.